6. Monat
Vielfältige Bewegungserfahrungen unterstützen die Entwicklung des Babys. Auch für Mütter ist Bewegung wichtig, besonders Rückbildung. Erfahren Sie ausserdem, weshalb Babys noch keine Bildschirmmedien konsumieren sollten.
Durch eine gezielte Bewegungsförderung können Eltern die kindliche Entwicklung positiv beeinflussen. Wenn Säuglinge wach sind, sollten sie nicht zu lange im Kinderwagen, im Autositz, im Hochstuhl sitzen. Unterbrechen Sie Phasen, in denen sich das Kind nicht frei bewegen kann. Bauen Sie zum Beispiel auf einer langen Autofahrt bewusst Bewegungspausen ein.
Legen Sie das Kind auf einen Spielteppich oder eine Krabbeldecke und schaffen Sie Möglichkeiten, damit Ihr Baby seinen natürlichen Bewegungsdrang ausleben kann. Auch im Garten, im Park, auf dem Spielplatz, im Wasser bieten sich vielfältige Möglichkeiten, damit Ihr Kind seine Bewegungsfreude sicher und begleitet ausleben kann. Werden Bewegungselemente ganz natürlich in Alltagssituationen eingebaut, entwickelt das Kind von klein auf eine positive Einstellung zu körperlichen Aktivitäten.
Ist Ihr Kind wach, sollte es zwischendurch, ohne zugedeckt zu sein, mit Armen und Beinen strampeln oder – sobald ihm das gelingt – nach seinen Füssen greifen können. Liegt es auf dem Bauch wird es früher oder später versuchen, sich aufzustützen und zur Seite oder auf den Rücken zu drehen. Schafft es dies nicht auf Anhieb, klappt es bestimmt zu einem späteren Zeitpunkt.
Bewegungsintensive Momente stellen wichtige Erfahrungen dar. Regen Sie Ihr Kind auch zu einer Bewegung an und führen Sie gemeinsam einfache Bewegungen aus. Fahren Sie zum Beispiel mit seinen Beinen Fahrrad oder ziehen Sie es behutsam hoch. Bewegungserfahrungen sind stets eng gekoppelt mit Sinneserfahrungen. Wie fühlt sich etwas an? Wie sieht es da aus? Wie riecht es hier?
Mit einer Schwangerschaft und Geburt hat ihr Körper eine riesige Aufgabe gestemmt. Immer noch leistet er täglich viel. Dass ihr Körper Zeit für die Rückbildung benötigt, ist also völlig normal. Tragen Sie Sorge zu sich und haben Sie Geduld mit Ihrem Körper.
Um die Rückbildung zu unterstützen und den Beckenboden wieder zu stärken, lohnt sich ein Rückbildungskurs. Teilweise werden auch Kurse angeboten, die das Baby in die Übungen integrieren – eine praktische Kombination, wenn keine Kinderbetreuung gewährleistet ist. Vielleicht tut es auch gut, sich den Kurs allein zu gönnen und einen Moment für sich zu haben.
Versuchen Sie im Alltag regelmässig und gezielt Bewegungselemente einzubauen. Ein Spaziergang im Wald, einige Längen im Hallenbad oder ein Tanz mit dem Baby durch die Wohnung. Geniessen Sie es, wie sich Ihr Körper allmählich wieder verändert. Aktiv sein kann Sie auch als Familie verbinden. Vielleicht möchten Sie zusammen einen bewegten Alltag gestalten.
Zu Beginn seines Lebens macht ein Baby grundlegende Erfahrungen. Alles ist unbekannt und muss entdeckt werden. Es macht sich mit Geräuschen vertraut, lauscht Stimmen, lernt die Mimik seines Gegenübers lesen, nimmt seine Umgebung wahr und beobachtet genau, was sich rundherum abspielt. So verwundert es nicht, dass Babys fasziniert auf einen Bildschirm reagieren.
Obwohl sie interessiert scheinen, sind sie noch nicht in der Lage, diese visuellen Reize zu verarbeiten. Deshalb sollten Sie Ihr Baby auch nicht einfach vor den Fernseher setzen. Bildschirmmedien gehören zu unserem Alltag, für Kinder unter zwei Jahren sind sie jedoch noch nicht zu empfehlen. Wichtig ist, dass Ihr Sohn, Ihre Tochter die Welt mit allen Sinnen erkunden kann. Kommunizieren Sie direkt mit Ihrem Kind und sorgen Sie dafür, dass es vielfältige und reale Erfahrungen machen kann.