Una coppia che si gode l'unione.

Lust und Zeit für Zärtlichkeit?

5. Monat

Ein Baby braucht viel emotionale Zuwendung und körperliche Nähe. Weil eine Geburt zudem eine einschneidende Veränderung bedeutet, braucht es vielleicht etwas Zeit, bis die Lust auf Nähe und Sex wieder da ist.

Die meisten Frauen geniessen das Gefühl der Verbundenheit mit ihrem Neugeborenen. Gleichzeitig kann es auch wichtig sein, den Körper wieder für sich alleine zu haben. Bei vielen stellt sich zudem die Frage, wie viel partnerschaftliche Nähe und Zuneigung daneben noch Platz haben.

Hormonveränderung durch das Stillen, Absorbiertsein durch die neue Aufgabe als Mutter, Müdigkeit und auch Stress können vielleicht Gründe dafür sein, dass das körperliche Zusammensein mit dem Partner oder der Partnerin für eine gewisse Zeit wenig oder gar nicht gewünscht wird.

Viele Frauen müssen auch erst wieder mit sich und ihrem veränderten Körper vertraut werden. Der Blick in den Spiegel zeigt meist noch Spuren der Schwangerschaft und Geburt. Weil sich der Körper verändert hat, ist eine neue Weiblichkeit entstanden. Die Beziehung zum eigenen Körper muss vielleicht neu entdeckt und gestärkt werden.

Sich über Gefühle und Bedürfnisse austauschen

Einige Frauen haben in den ersten Monaten nach der Geburt des Kindes keine Lust auf Sex. Und es gibt auch Männer, die nach dem Geburtserlebnis ein neues Verhältnis zum Körper ihrer Frau aufbauen müssen.

Viele Paare sind unsicher, wie sie körperlich wieder zueinanderfinden, wie sie die Lust am Sex wieder wecken können. Diese Unsicherheit kann die Partnerschaft belasten, vor allem wenn sie unausgesprochen bleibt. Schuldgefühle, schlechte Laune, Streit oder Distanziertheit erschweren es zusätzlich, die Erotik wieder zu beleben.

Familie sein und Liebespaar bleiben

Elternschaft bringt für die Partnerschaft grosse Veränderungen, und das gilt auch für den körperlichen Bereich. Es ist eine Kunst, Familie zu leben und doch ein Liebespaar zu bleiben. Einschränkungen in der ersten Zeit sind wohl unumgänglich.

Umso wichtiger ist es daher, sich einander mitzuteilen, Gefühle und Bedürfnisse auszutauschen und gemeinsam neue Formen von Zuneigung, Zärtlichkeit und Sexualität zu finden. All das kann für Paare auch eine grosse Chance sein, sich neu zu entdecken.

Streicheleinheiten für Körper und Seele







Illustration Die Eltern nehmen ein Bad.

  • Stress und Übermüdung verunmöglichen oft die körperliche Beziehung. Loslassen können, bei sich selber sein, zur Ruhe kommen, abschalten können sind wichtige Voraussetzungen für Offenheit dem Partner oder der Partnerin gegenüber.
  • Schaffen Sie Gelegenheiten, mit Ihrem Partner, Ihrer Partnerin zusammen zu sein, ohne dass das Kind Sie dabei stören kann. Wer innerlich ständig beim Kind ist und erwartet, dass es vielleicht weint, kann sich nicht auf den Partner, die Partnerin einlassen.
  • Viele Paare fallen abends todmüde und geschafft ins Bett und wollen nur noch ihre Ruhe haben. Zum Glück schlafen Babys aber auch tagsüber. Wieso also die Zeit am Morgen, am Mittag oder am Nachmittag nicht einmal für ein Schäferstündchen nützen, wenn sich die Gelegenheit bietet?
  • Unterstützen Sie sich gegenseitig im Haushalt und bei der Babypflege. Teilen Sie sich das Kochen, Putzen, Einkaufen, Wickeln, Baden, Schöppeln und Zubettbringen Ihres Kindes. Das entlastet und gibt Zeit, Raum und Energie für Zweisamkeit.
  • Akzeptieren Sie beide, dass sich Möglichkeiten, Wünsche und Bedürfnisse bezüglich der Gestaltung des Sexuallebens verändert haben. Sprechen Sie miteinander darüber, was Sie heute voneinander möchten.
  • Nehmen Sie sich Zeit für Zärtlichkeit: Küssen, Streicheln, Massieren. Pflegen Sie Ihre Liebe – Kuscheln muss nicht immer gleich Sex bedeuten. Schaffen Sie sich mit Kerzenlicht, mit Musik oder mit was auch immer Ihre Vorliebe ist, erotische Inseln im Alltag.

Wenn Selbstzweifel plagen

  • Sind Sie wegen einer körperlichen Veränderung unglücklich und fühlen Sie sich weniger begehrenswert? Wenn Sie solche Selbstzweifel plagen, hilft es vielleicht, einmal zusammenzutragen, was alles an Ihnen schön ist. Womöglich schreiben Sie es ja sogar auf.
  • Gehen Sie mit sich und Ihrem Körper nicht zu hart ins Gericht und vergleichen Sie sich nicht mit den Models auf dem Laufsteg. Ihr Körper hat sich verändert, wichtig ist, dass Sie sich darin wieder wohlfühlen. Dafür braucht die eine Frau mehr, die andere weniger Zeit. Geben Sie Ihrem Körper das, was er braucht und was bei Ihnen ein positives Körpergefühl auslöst: Velo fahren oder spazieren gehen, schwimmen oder Gymnastik, Yoga oder eine Massage. Verwöhnen Sie sich und Ihren Körper auch im Alltag mit einem entspannenden Bad, einer pflegenden Körpercreme und Ihrem Lieblingsduft.
  • Und ein spezieller Tipp für die Partner oder Partnerinnen: Zeigen Sie Ihrer Partnerin mit Worten und kleinen Gesten, dass Sie sie immer noch als Frau begehren und nicht nur noch als «Mami» wahrnehmen. Was lieben und schätzen Sie ganz besonders an ihr? Ihr schelmisches Lachen, ihren Sinn für Humor, ihren Duft, ihre Ausstrahlung, ihre Art, sich zu kleiden, ihre Spontaneität, eine alte oder neue Rundung an ihr? Kleine, ernst gemeinte Komplimente können Grosses bewirken!
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