Un bimbo piccolo parla con il nonno.

Vom Sprechen und Denken

Zwei Jahre

Im dritten Lebensjahr schreitet die Sprachentwicklung in Riesenschritten voran! Obwohl Ihr Kind noch nicht so viele Wörter aussprechen kann, versteht es schon sehr viel.

Ob Ihr Kind mit seinem neuen «Schatz», der Sprache, sparsam umgeht oder ob es diesen grosszügig braucht, ist eine Frage des Temperamentes. Vielen Kindern genügt es, sich mit einzelnen Wörtern auszudrücken, andere versuchen es bereits mit kleinen Sätzen von zwei bis drei Wörtern. Dank der Sprache erhält Ihr Kind eine neue Möglichkeit der Verständigung. Es kann jemanden herbeirufen und sagen, was es möchte. Es «kommentiert» sein Tun.

Nicht immer ist es einfach, die Kindersprache richtig zu verstehen und zu deuten. Mit «ameleis» drückt Svenja zum Beispiel aus, dass sie gerne noch mehr Dessert hätte. Vielleicht schreiben Sie solche Wortkreationen mit Datum versehen auf oder halten sie mit dem Smartphone oder dem Notebook fest. In einigen Jahren können Sie dann gemeinsam darüber schmunzeln.

Viele Kinder sind in diesem Alter im sprachlichen Ausdruck noch eingeschränkt. Daher drücken sie ihre Emotionen häufig mit dem Körper aus. Vor allem, wenn sie wütend, traurig, verzweifelt, verunsichert oder frustriert sind. Versuchen Sie die nonverbale Sprache Ihres Kindes zu entschlüsseln, zu verstehen. Seien Sie zuversichtlich, dass die Sprache kommt. In einem Jahr werden Sie sich bereits miteinander unterhalten können.

Sprachverständnis entwickeln

Allgemeine Zeitbegriffe wie «gestern – heute – morgen» verstehen die meisten Kinder in diesem Alter noch nicht. Oft erfassen sie diese erst mit etwa vier Jahren. So begreift ein Kind nicht, wenn Sie ihm sagen: «Heute Abend werden wir zusammen spielen.» Es hört nur das Wort «spielen» und möchte dies gleich in die Tat umsetzen. Solche Missverständnisse stossen beim Kind auf reichlich Unverständnis, was sich in einem mehr oder weniger heftigen Gefühlsausbruch zeigen kann.

Ihr Kind kennt jedoch den Tagesablauf und kann anhand dessen allmählich kleine Zeiträume überblicken. Mit Hilfe von Abläufen, die es kennt, werden Zeitbegriffe für das Kind nachvollziehbar. Anstatt «Heute Abend werden wir zusammen spielen», erklären Sie Ihrem Kind, dass Sie nach dem Nachtessen mit ihm spielen. Anstatt «Morgen fahren wir in die Ferien» ist es besser, wenn Sie ihm sagen: «Du musst noch einmal schlafen, dann fahren wir in die Ferien.»







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Wichtige Wörter werden früh gelernt

Wörter, die sehr häufig gebraucht werden (zum Beispiel «heiss»), nehmen einige Kinder schon früh in ihr Repertoire auf. Sobald sie wahrnehmen, dass ein Wort eine grosse Bedeutung hat, so prägen sie sich dieses Wort ein. Tätigkeitswörter tauchen im Wortschatz der Kinder schon früh auf, meist in der Grundform. Mit zwei Jahren beginnen sie die Begriffe «in», «auf» und «unter» zu verstehen. Bis Ihr Kind all die anderen räumlichen Begriffe («hinten», «vorne», «über», …) versteht, dauert es allenfalls noch ein bis zwei Jahre.

Haben Sie bemerkt, dass Ihr Kind nun zwischen Gross und Klein, zwischen Erwachsenen und Kindern unterscheiden kann? Es teilt Dinge oder Menschen nach bestimmten Eigenschaften ein. Speziell interessiert es sich für alles, was von der Norm abweicht. Deshalb gehören zum Beispiel «dreckig» und «kaputt» zu den Lieblingswörtern der Kinder in diesem Alter.

Sachen sortieren

Mit Eifer beginnt Ihr Kind zudem, Spiel-­ und andere Sachen nach Farben und Formen zu sortieren. Farben benennen wird es erst etwas später. Obwohl Ihr Kind vielleicht schon mit Stolz bis fünf zählt, hat es noch keine Vorstellung, was diese Zahlen bedeuten. Und obwohl es jetzt schon zwischen einem und vielem unterscheiden kann, wird es erst in den kommenden Jahren Einzahl und Mehrzahl von Wörtern in seinen Sprachschatz aufnehmen.

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