Zwei Jahre und drei Monate
Kinderfüsse wachsen rasend schnell. Was Sie beim Schuhkauf beachten müssen, erfahren Sie in diesem Artikel. Zudem erhalten Sie Tipps für möglichst stressfreie Mahlzeiten. Und: Bevorzugt Ihr Kind die rechte oder die linke Hand?
Kinderfüsse wachsen im Schnellzug-Tempo. Und Schuhe sind teuer – auch wenn sie noch so klein sind. Meist trägt ein Zweijähriges Schuhe nur zum Ausgehen. Zu Hause ist es am besten, wenn es barfuss oder, wenn es kalt ist, in rutschfesten Socken oder in Finken mit weichen Sohlen herumläuft. Das stärkt die Fussmuskulatur.
Zu beachten:
Kinder melden sich nicht, wenn die Schuhe zu klein geworden sind.
Eine regelmässige Kontrolle der Schuhgrösse ist daher wichtig. Für die Zehen soll genügend Platz frei sein. Prüfen Sie bei Kindern im Alter von ein bis drei Jahren alle drei Monate die Schuhgrösse, im Alter von drei bis sechs Jahren alle vier Monate.
Der Fuss muss richtig gemessen werden. Mit Vorteil suchen Sie ein Fachgeschäft auf. Wenn Sie die Füsse selber messen, fertigen Sie am besten eine Fussschablone an. Stellen Sie dafür das Kind auf eine Kartonunterlage und zeichnen Sie den Umriss des Fusses nach. Fügen Sie der Fusslänge 12 bis maximal 17 mm hinzu, dann haben die Zehen genügend Spielraum.
Bei vielen Kinderschuhen lässt sich die Sohle herausnehmen. Manchmal ist sogar eingezeichnet, bis wohin die Zehen kommen sollen.
Die Schuhe brauchen keine besonderen Einlagen. Das übliche Fussbett genügt vollauf. Wichtig ist biegsames, weiches Material und ein guter Halt beim Sprunggelenk.
Knick-Senk-Füsse sind in diesem Alter normal und korrigieren sich später häufig von selbst.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kind Fussprobleme hat, kann Sie Ihre Ärztin, Ihr Arzt beraten.
Das Essen ist ein wichtiges, regelmässig wiederkehrendes Ereignis im Familienalltag, eine Zeit der Begegnung. Es gibt Familien, welche die Mahlzeiten zu eigentlichen kleinen Ritualen machen. Sie beginnen das Essen zum Beispiel mit einem kleinen Lied, einem Gebet oder indem sich alle «einen guten Appetit» wünschen. Wichtig ist eine möglichst entspannte Atmosphäre rund ums Essen. Einen wichtigen Beitrag dazu leisten Sie bereits, wenn Sie heftige Diskussionen oder Streitigkeiten am Familientisch möglichst vermeiden und das Zeitunglesen und Fernsehen auf später verschieben.
Tischsitten werden nicht anerzogen, sondern vorgelebt. Daher ist Ihr Umgang beim und mit dem Essen besonders wichtig. Das elterliche Vorbild ist um ein Vielfaches effizienter als jede Ermahnung. Setzen Sie sich zusammen mit Ihrem Kind an den Tisch und essen Sie selbst so, wie Sie es in Zukunft auch von Ihrem Kind erwarten. Gelingt Ihrem Kind etwas besonders gut, zum Beispiel das Aufnehmen des Essens mit der Gabel, loben Sie es. Tadel nimmt ihm dagegen die Freude am Essen.
Gesunde Kinder müssen zum Essen nicht angehalten werden. Wenn sie gelegentlich nur wenig mögen, hat das seine Gründe. Viele Kinder brauchen einen Znüni und einen Zvieri.
Wie reagieren, wenn das Kind kurz vor dem Mittagessen unbedingt etwas essen will? Steigen die Düfte von Herd oder Backofen verlockend in die Nase, braucht es recht viel Disziplin, sich zurückzuhalten, bis das Essen so weit ist. Die Köchin oder der Koch kann unter dem Vorwand, «abschmecken» zu müssen, ein Häppchen vorkosten. Warum nicht auch dem Kind ein wenig zum Probieren geben? Das schadet nicht, und der ärgste «Gluscht» ist gestillt. Die Zeit bis zum Essen wird dann leichter überbrückt. Gute Überbrücker sind auch ein Stück Rüebli, ein Apfelschnitz oder etwas Ähnliches.
Vielleicht hat das Kind auch nur Durst und möchte bereits jetzt etwas trinken. Da trinken genauso wichtig ist wie essen, dürfen Sie Ihrem Kind auch ruhig vor dem Essen etwas geben. Ein halbes Glas ist bereits ausreichend. Verzichten Sie auf gezuckerte Getränke. Sie werden schnell zur Gewohnheit. Zucker schadet den Zähnen und nimmt den Appetit.
Auch wenn es Sie noch so reizt, Ihrem Kind das Schlafengehen zu versüssen – tun Sie es nicht. Schokolade, Bonbons, aber auch Dörrfrüchte wie Pflaumen, Datteln, Bananen, Feigen oder ein noch so verdünnter Schoppen sind nach dem abendlichen Zähneputzen tabu! Das beste «Bettmümpfeli» sind Sie und Ihr «Gute-Nacht-Zeremoniell» mit einer Geschichte, einem Lied und dem Gutenachtkuss.
In diesem Alter steht die Rechts- oder Linkshändigkeit noch nicht bei jedem Kind fest. Kleinkinder benutzen oft auch beide Hände. Teilweise ist eine gewisse Vorliebe für eine Hand jedoch bereits auszumachen. Früher bedeutete Linkshändigkeit ein Makel, doch diese Zeiten sind bei uns vorbei. Heutzutage dürfen Kinder auch in der Schule linkshändig sein. Ausserdem fällt das Hantieren leichter, seit es viele Dinge des täglichen Gebrauchs wie Scheren, Werkzeuge, Küchenmesser und so weiter genauso für Linkshänder und Linkshänderinnen gibt.