Un bimbo piccolo mangia un piatto di pasta con le mani.

Damit der Esstisch nicht zum Stresstisch wird

Zwei Jahre

Vielen Eltern ist es wichtig, was ihre Kinder essen, wie viel und wie sie essen. Das führt am Familientisch häufig zu Meinungsverschiedenheiten.

Um den eigenen Willen auszuprobieren, bietet sich der Esstisch als ideales Übungsfeld an. Soll das Kind etwas Neues probieren, heisst es «Nein!». Möchten Sie ihm beim Essen helfen, heisst es wieder: «Nein!» Je mehr Widerstand Sie Ihrem Kind entgegensetzen, desto hartnäckiger wird es an seinem Wunsch festhalten.

Bleiben Sie so ruhig wie möglich. Vielleicht hilft es, wenn Sie innerlich bis zehn zählen oder kurz den Esstisch verlassen. Am besten hilft man «eigenwilligen» Kindern, indem man sie in überschaubare Entscheidungen mit einbindet, zum Beispiel: Bei Familie Fröhlich gibt es heute Spaghetti. Livia möchte die Spaghetti selber schneiden, ohne Hilfe von Mama oder Papa. Frau Fröhlich befürchtet, dass die Hälfte des Tellerinhalts auf dem Boden landen könnte, und möchte daher das Spaghettischneiden lieber nicht ihrer Tochter überlassen. Livia beginnt zu rebellieren. Sie will selber, will es genauso gut können wie die Grossen. Livias Mutter hat zwar Verständnis für den Wunsch ihrer Tochter nach Selbstständigkeit, dennoch hat sie ihre Gründe, sich nicht darauf einzulassen. Also bietet sie ihr zwei Alternativen: Mami schneidet die Spaghetti, und Livia darf dafür die Tomatensauce schöpfen. Oder Livia isst die Spaghetti ohne Sauce, dafür mit den Händen und muss sie nicht zerschneiden. Livia ist mit Vorschlag Nummer eins einverstanden, und der Spaghettiplausch kann weitergehen.

Essen sollte lustvoll sein und kein Zwang

Verweigern Kinder die Nahrung, machen sich Eltern häufig Sorgen. Isst mein Kind genug? Ist die Ernährung überhaupt noch ausgewogen? Aus dieser Sorge heraus kommt es vor, dass das Kind zum (Auf-)Essen gezwungen wird. Zwang ist beim Essen jedoch fehl am Platz. Essen sollte lustvoll sein, sowohl für den Gaumen als auch für das Gemüt. Die Mahlzeit darf nicht zum Machtkampf werden.







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Soll Ihr Kind ein ihm noch unbekanntes Nahrungsmittel essen, lassen Sie ihm Zeit. Es wird das neue Nahrungsmittel anschauen, anfassen, in den Mund nehmen und bei Nichtgefallen eventuell wieder ausspucken. Das macht nichts; probieren Sie es ein anderes Mal wieder. Denn: Wussten Sie, dass Kinder etwas Unbekanntes etwa zehn bis fünfzehn Mal probieren müssen, bis sie sich an den Geschmack gewöhnt haben?

Worauf Eltern bei der Ernährung achten sollten

  • Kinder naschen viel, häufig und gerne. Ab und zu etwas Süsses schadet nicht, auf das gesunde Mass kommt es an. Ein Zuviel an Süssigkeiten kann zu schlechten Ernährungsgewohnheiten führen und das Entstehen von Übergewicht fördern. Ausserdem ist das Risiko für Karies sehr viel höher.

  • Milch ist wichtig für die Kalzium- und Vitamin-B-Versorgung. Versuchen Sie, Lust auf Milch zu machen. Es muss ja nicht immer «Milch pur» sein. Milch kann auch als Ovomaltine (mit wenig Pulver) oder als «Shake» mit frischen Früchten serviert werden. Da Milch ein sehr gehaltvolles Nahrungsmittel ist, sollte sie nicht als Durstlöscher angeboten werden, dafür eignen sich Wasser oder ungesüsster Tee.

  • Trotz aller Vorliebe für Süssgetränke: Coca-Cola, Fanta, Sprite und Ähnliches sollten nur selten, zum Beispiel zu besonderen Anlässen, serviert werden, mit Vorteil verdünnt mit Wasser.

  • Für die optimale Eisenaufnahme ist es empfehlenswert, Fleisch zu essen. Wer sein Kind vegetarisch oder vegan ernähren möchte, sollte sich vom Kinderarzt, von der Kinderärztin oder der Mütter- und Väterberaterin beraten lassen.

  • Fertigprodukte sind angenehm, praktisch, schnell zubereitet, doch zu viel davon ist ungesund. Sie enthalten häufig zu viel Salz, Zucker und Fett und wenig Gemüse. Selbstgekochtes ist zeitaufwendiger, aber auf jeden Fall gesünder und in der Zubereitung viel kreativer, vor allem auch für kleine Küchenhelfer und -helferinnen.

  • Achten Sie auf eine ausgewogene Zusammensetzung der Mahlzeiten. Berücksichtigen Sie folgende Empfehlungen, die sich am Ernährungsbedarf von Kindern orientieren: Eine gute Basis für den täglichen Bedarf sind Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte, wie Linsen und Kichererbsen, aber auch Kartoffeln und Getreideprodukte, zum Beispiel Brot, Reis, Mais und Teigwaren. Essen Sie möglichst häufig und regelmässig Gemüse, Früchte und Salat. Anders sieht es mit dem Verzehr von Milchprodukten, Fisch, Fleisch und Eiern aus; dieser sollte nicht übertrieben werden. Setzen Sie fettreiche Lebensmittel, also auch Butter und Öl, beim Kochen nur sparsam ein. Hin und wieder darf Ihr Kind Zucker und Süssigkeiten zu sich nehmen, aber das sollte nicht auf dem Grundernährungsplan stehen. Gut ist ausserdem, wenn Ihr Kind reichlich und über den Tag verteilt Getränke wie ungezuckerten Tee, Leitungs- oder Mineralwasser trinkt.

  • Wie viel von welchen Lebensmitteln Kinder bekommen sollen, ist altersabhängig und kann sehr unterschiedlich sein. Orientieren Sie sich an Ihrem Kind, an seinem Aussehen, seiner Gesundheit und seiner Vitalität.

  • Die Eltern bestimmen, was wann und wie auf den Tisch kommt, das Kind bestimmt, ob und wie viel es essen möchte. Wird diese Regel konsequent befolgt, ist eine wichtige Voraussetzung erfüllt, damit der Familientisch nicht zum Stresstisch wird.

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