Znünipause
Vier Jahre und drei Monate
Spielen macht hungrig. Hier erfahren Sie, welches Znüni für den Kindergarten geeignet ist und was meistens nicht erlaubt ist.
Im Kindergarten sind die Kinder ständig aktiv. Weil Spielen und Lernen Energie brauchen und hungrig machen, sind Pausen wichtig. Beim Znüni stärken sich die Kinder und überbrücken die lange Zeitspanne am Vormittag zwischen Frühstück und Mittagessen. Doch Znüni essen ist nicht nur zum Hunger stillen, sondern auch eine Gelegenheit zum Plaudern oder um mitgebrachte Snacks zu teilen und voneinander zu probieren. In diesem Alter ist der Bewegungsdrang sehr gross und in den meisten Kindergärten wird nach dem Znüni noch eine Weile (draussen) herumgetollt. Frisch gestärkt, tauchen die Kinder nach dieser Auflockerung wieder ins Spiel und spielende Lernen ein.
Das kommt ins Znünitäschli
Wie Sie den Znüni zusammenstellen, hängt vom Bedarf und den Vorlieben Ihres Kindes ab. Und auch, was es am Morgen gefrühstückt hat. Isst Ihr Kind nur wenig, kann das Znüni etwas reichhaltiger ausfallen. Frühstückt Ihr Kind dagegen ausgiebig, verspürt es möglicherweise zur Znünizeit kaum oder gar keinen Hunger. Dann reicht etwas zu trinken womöglich aus.
Basis für einen gesunden Znüni sind ein ungesüsstes Getränk (Wasser, ungesüsster Früchte- oder Kräutertee) und Früchte oder Gemüse. Je nach Saison eignen sich zum Beispiel Äpfel, Birnen, Nektarinen, Aprikosen, Cherrytomaten, Rüebli, Gurkenscheiben, Peperonistreifen oder Kohlrabistücke. Viele Kinder bevorzugen Früchte und Gemüse, die in mundgerechte Stücke geschnitten sind. Falls genügend Zeit bleibt, können Sie das Kind die Znünistückchen auch selber schneiden lassen. Geben Sie ihm zwischendurch aber auch mal eine ganze Frucht oder ein ganzes Gemüse mit.
Ungeeignete Lebensmittel
Nicht geeignet und meistens auch nicht erlaubt, sind zuckerreiche Lebensmittel wie Süssigkeiten, Süssgetränke, gezuckerte Fruchtjoghurts und Milchgetränke mit Kakao- oder Fruchtgeschmack. Zucker liefert nur kurzfristig Energie und hält nicht lange satt. Ausserdem kann Zucker die Zähne schädigen, besonders, wenn nach dem Znüni die Zähne nicht geputzt werden. Doch keine Regel ohne Ausnahme: In vielen Kindergärten darf Ihr Kind beispielsweise an seinem Geburtstag wünschen, ob es einen Kuchen oder sonst einen besonderen Znüni für sich und seine Gspänli mitbringen möchte.
Vielfältige Zwischenmahlzeiten
Lassen Sie Ihr Kind selber herausfinden, was es im Kindergarten essen möchte. Geben Sie Ihrem Kind beim Einkaufen die Möglichkeit, eine Frucht oder ein Gemüse auszuwählen. Regen Sie Ihr Kind dazu an, immer mal wieder eine andere Frucht und ein anderes Gemüse mitzunehmen. Das macht den Znüni nicht nur geschmacklich attraktiver, sondern ist auch aus Gesundheitssicht von Vorteil. Denn jede Frucht und jedes Gemüse liefert andere wertvolle Vitamine und Mineralstoffe.
Je nachdem, wie gross der Hunger Ihres Kindes ist, können Sie den Znüni ergänzen: mit einem Getreideprodukt wie Brot, Knäckebrot, Vollkorncracker; einem Milchprodukt wie Käse, Milch oder ungesalzenen Nüssen wie Haselnüsse, Baumnüsse. Durch verschiedene Kombinationen machen Sie diese Zwischenmahlzeit abwechslungsreich. Beispielsweise, wenn Sie Ihrem Kind mal Brot mit Käse und Gemüsesticks mitgeben oder Fruchtstücke mit Nüssen, oder Käsewürfel mit Nüssen und Früchten.
Fragen Sie Ihr Kind, ob es selber auswählen möchte, was es isst. Dann kann es seinen Znüni gleich selber packen. Vielleicht freut es sich aber auch, wenn Sie zwischendurch einen Überraschungsznüni vorbereiten. Für den sicheren Transport sind Znüniboxen ideal. Der Znüni bleibt frisch, wird nicht zerdrückt und es lässt sich Verpackungsmaterial sparen. Achten Sie darauf, dass der Znüni nicht bloss schmeckt, sondern das Essen für Ihr Kind auch unkompliziert ist.