Un bambino gioca da solo in camera.

Und übrigens … Kinder und Fernsehen

Zwei Jahre und neun Monate

Wenn Ihr Kind gelegentlich Filme gucken darf, haben wir dafür Empfehlungen zusammengestellt. Zudem haben wir einen Tipp, wie Sie am Mittag etwas Ruhe bekommen.

Für eine gesunde Entwicklung brauchen Kinder viel Bewegung, Platz für Kreativität und die Gesellschaft anderer Mädchen und Jungen, mit denen sie lachen, spielen, streiten und Frieden machen können. Auch Langeweile gehört dazu, sie schafft Zeit und Raum, neue Ideen zu entwickeln. Fernsehen oder YouTube-Filme anschauen deckt keines dieser wichtigen Bedürfnisse ab und ist daher für Kinder in diesem Alter grundsätzlich nicht nötig. Wenn Kinder dennoch jetzt schon fernsehen, dann muss daneben unbedingt genügend Platz für eigene Erfahrungen und Erlebnisse bleiben. Sollten Sie Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter ab und zu das Fernsehen oder sonst Filme anschauen erlauben, so berücksichtigen Sie doch folgende Empfehlungen:

  • Sie bestimmen, was, wann und wie lange gesehen werden darf.

  • Für kleine Kinder sind kurze, einfache Filmhandlungen geeignet.

  • Schauen Sie Filme oder Sendungen gemeinsam mit Ihrer Tochter, Ihrem Sohn an. Beobachten Sie Ihr Kind dabei. Der Gesichtsausdruck zeigt Ihnen, ob es eine Geschichte lustig, traurig oder beängstigend findet. Nehmen Sie diese Gefühlsregung ernst und reagieren Sie darauf. Erklären Sie Ihrem Kind eine Situation, eine Geschichte oder schalten Sie das Gerät lieber aus, wenn Ihnen Ihr Kind überfordert erscheint. Da Kinder kaum zwischen realen und gestellten Szenen unterscheiden, hilft ihnen ein «Es ist ja nur ein Film» kaum, wenn die Trickfilmkatze stirbt. «Gell, das ist traurig», kann der Anfang eines tröstenden Gespräches über das Gesehene sein.

  • Zum Verstehen und zum Verarbeiten brauchen Kinder Wiederholungen, sei es im Bilderbuch, in Hörspielen oder im Kinderfilm. Deshalb ist es sinnvoll, Kindersendungen aufzuzeichnen, in der Bibliothek einen Film auszuleihen oder auf Netflix den gleichen Film noch einmal zu streamen. So kann er immer wieder angeschaut und die geeignete Fernsehzeit selbst bestimmt werden. Zudem können die Eltern den Film vorher ansehen und beurteilen. Die empfohlenen Altersangaben entsprechen nicht jedem Kind, und nicht alle Filme eignen sich für Ihren Sohn oder Ihre Tochter.

  • Eine sinnvolle Alternative zum Fernsehen sind Geschichten, Bilderbücher, Märchen und Lieder.

«Zimmerstunde»

Auch Eltern haben ein Recht darauf, einmal ungestört zu sein. Je lebhafter das Kind ist, umso nötiger ist die Ruhe! Sollte Ihr Kind über Mittag nicht mehr schlafen, bestehen Sie trotzdem darauf, dass es für eine kurze Ruhepause (höchstens 30 bis 45 Minuten) in seinem Zimmer bleibt, ein Bilderbuch anschaut, spielt, sich verweilt, ohne nach Ihnen und nach Ihrer «Unterhaltung» zu rufen. Das mag am Anfang schwer durchzusetzen sein, aber es ist machbar.

Andere Tische, andere Sitten

Kinder können sehr gut unterscheiden, was wo gegessen wird und welche Tischsitten anderswo gelten. Eltern müssen sich also keine grossen Sorgen machen, wenn ihr Kind einmal pro Woche etwas ganz anderes zu essen bekommt als daheim oder wenn zum Beispiel das Grossmami ihm mehr Süssigkeiten zugesteht, als man es gerne hätte. Essen die Kleinen oft bei anderen Personen, lohnt es sich jedoch, sich über die verschiedenen Vorstellungen rund ums Essen auszutauschen und einen gemeinsamen Standpunkt zu finden. Sollte Ihr Sohn oder Ihre Tochter nämlich täglich bei den Grosseltern mit Süssem verwöhnt werden (und das ist gegen Ihren Wunsch), wird dieser Einfluss einfach zu gross. In der Regel tut es Kindern aber gut, an verschiedenen Esstischen zu sitzen und möglichst viele verschiedene Lebensmittel und Gerichte zu probieren und kennenzulernen.







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