Una bimba osserva diversi vestiti in un negozio.

Spannung – Entspannung

Drei Jahre und drei Monate

Für Kinder ist vieles neu und ungewohnt. Zu viele Reize können zu Übersättigung und Überforderung führen.

Stellen Sie sich vor, Sie laufen durch ein grosses Warenhaus. Überlegen Sie sich, welcher Flut von Sinnesreizen Sie in diesem Moment ausgesetzt sind. Ihre Augen verlieren sich in einem Produktemeer von Farben, Formen, Grössen, Sorten. An Ihre Ohren dringen Menschenstimmen und aus den Lautsprechern werden Sie von verkaufsfördernder Musik berieselt und auf vielversprechende Angebote aufmerksam gemacht.

Ihre Nase wird von verführerischen Düften umgarnt- Der eine oder andere Geruch wird Sie aber auch die Nase rümpfen lassen. Kein Wunder, dass Mütter und Väter nach einem ausgiebigen Einkaufsbummel oft ziemlich ausgepumpt und müde sind.

Überfordert und übersättigt

Warenhäuser geizen nicht mit ihren Reizen und fordern die Wahrnehmung immer wieder neu heraus. Obschon die Durchlässigkeit für Reize auch bei Erwachsenen sehr unterschiedlich ist, haben wir im Laufe der Zeit gelernt, uns der Berieselung zu entziehen oder zumindest das herauszufiltern, was wirklich reizt. Wie steht es aber mit kleinen Kindern? Für sie ist so vieles neu, ungewohnt, interessant und faszinierend. Ein «Zuviel» kann zu Übersättigung und Überforderung führen. Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, mangelnde Aufmerksamkeit und Ausdauer und auch Aggression können Ausdruck dafür sein.

Versuchen Sie aufmerksam zu sein. Denken Sie beim Einkaufsbummel, im Strassenverkehr, auf einem grossen Fest oder auf einer Reise daran, wie viele verschiedene Sinneseindrücke Ihr Kind einzuordnen hat. Das Gleiche gilt auch für zu Hause, wenn zum Beispiel ständig das Radio oder der Fernseher läuft oder die Kinder viel Zeit am Computer oder mit dem Tablet verbringen.

Entspannung und Ruhe sind wichtig

Geben Sie Ihrem Kind zur Sinnesverarbeitung immer wieder Zeit und Ruhe. Auf Momente der «Spannung» sollen stets Phasen der «Entspannung» folgen. Kinder brauchen nicht ständig neue Angebote, sondern Zeit zum Spielen, Verweilen und Sich-selber-Sein.

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