Una bimba piccola guarda l’obiettivo con la bocca aperta.

Kleine Kinder sind an allem interessiert

Ein Jahr und acht Monate

Kleine Kinder sind neugierig, an allem interessiert und wollen alles in die Hand nehmen.

Es wäre so spannend und lehrreich, als Erwachsene einen Tag lang in die Haut eines kleinen Mädchens oder Jungen zu schlüpfen und die Welt einmal mit ihren Sinnen oder aus seiner Perspektive zu erleben! Wie viele Unterschiede zu unserer Erwachsenenwelt könnten wir feststellen! Ein Kind, das 20 Monate alt ist, hat zum Beispiel nicht das gleiche Zeitgefühl wie ein Erwachsener. Es lebt ganz in der Gegenwart, während wir mit den Gedanken oft in der Vergangenheit oder in der Zukunft weilen.

Das Kind ist an allem interessiert, es bleibt stehen, beobachtet, schaut, staunt – im Gegensatz zu uns. Wir eilen oft von Ort zu Ort, weil wir dringend etwas erledigen müssen. Unsere Umwelt ist auf Erwachsenengrösse eingerichtet. Das hat zur Folge, dass Kinder mit der Nasenspitze knapp die Tischplatte erreichen. Wenn sie für eine bessere Sicht auf einen Stuhl klettern, leuchtet es ihnen kaum ein, warum die Grossen mit einem erschrockenen «Pass auf, komm herunter!» reagieren.







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Greifen, um zu begreifen

Kleine Kinder müssen alles mit den Händen greifen, um zu begreifen. Sie haben das Bedürfnis, alles, was sie sehen, auch zu berühren. Erwachsene hingegen haben viele Erfahrungen bereits gemacht und verzichten in der Regel auf «handgreifliches» Erleben. Es sind eher Ausnahmen, wenn sie nicht widerstehen können mit den Fingerspitzen über einen schönen Stoff, ein weiches Fell, ein glattes Holz zu streichen.

Erwachsene hindern Kinder in gewissen Situationen an Berührungen – aus Angst, das begehrte Objekt könnte dabei kaputtgehen oder schmutzig werden. Oder weil es als unanständig gilt, etwas anzufassen, statt «nur mit den Augen zu schauen»!

Für Erwachsene ist vieles bekannt und deshalb nicht bedrohlich: Tiere, Insekten, Gewitter, unvorhergesehene Geräusche. Ein Kleinkind jedoch hat vielleicht Angst vor der grossen Giraffe im Zoo, dem bellenden Hund oder einer unbekannten Person, die laut spricht. Kinder haben oft nicht die gleichen Interessen, Bedürfnisse, Zeitbegriffe, Gefühle, Ängste und Reaktionen wie Erwachsene. Das macht es für Eltern manchmal schwer, ihr Kind zu verstehen.

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