Una bimba piccola con uno straccio per pulire in mano.

Leben heisst spielen, spielen heisst leben

Zwei Jahre und drei Monate

Für Kinder ist die ganze Welt eine grosse Spielzeugkiste. Alltagsgegenstände eignen sich ebenso zum Spielen wie Dinge aus der Natur.

Im Spiel sammeln Kinder viele Erfahrungen: Gefühle ausdrücken, den Umgang mit anderen Kindern üben, sich austoben, in Rollen schlüpfen, sich messen, Fertigkeiten erlernen und mit den Spielregeln des Alltags vertraut werden.

Eigentlich brauchen Kinder zum Spielen gar nicht viel Spezielles. Für sie ist die ganze Welt eine einzige grosse, spannende Spielzeugkiste. Häufig sind Alltagsgegenstände wie Wäscheklammern, Illustrierte oder das Telefon viel spannender und anregender als ein gekauftes Spielzeug. Dies bedeutet nicht, dass Kinder keine Freude an Spielsachen haben. Sie sollen damit aber nicht überhäuft werden. Es ist empfehlenswert, Spielsachen mit einem kritischen Auge einzukaufen. Grundsätze wie «Qualität vor Quantität» oder «weniger ist mehr» lohnen sich.

Achten Sie beim Kauf von Spielwaren für drinnen und draussen auf deren vielseitige Verwendbarkeit und Strapazierfähigkeit. Wenn Sie Spielzeug «erben», ist es ebenfalls wichtig, auf die Qualität zu achten. Gute Stücke überdauern manchmal Generationen.

Spielzeug und Zeug zum Spielen

Zahlreiche Gegenstände aus dem Alltag und vieles, was die Natur zu bieten hat, eignet sich als Spielzeug. Ihr Kind wird dieses «Zeug zum Spielen» mit seiner Fantasie beleben und nach seiner Vorstellung ins Spiel einbauen.

Ihr Kind braucht etwas zum Liebhaben, eine Puppe, ein Plüschtier oder ein «Nuschi». Es findet damit Trost und Sicherheit und nimmt es überallhin mit, auch ins Bett. Von diesem unersetzlichen «Etwas» trennen sich die meisten Kinder kaum. Manche behalten es bis ins Jugendalter hinein bei sich. Nehmen Sie Ihrem Kind dieses bedeutungsvolle Spielzeug nicht weg. Auch nicht, wenn es durch den intensiven Gebrauch unansehnlich geworden ist. Sie würden damit eine wichtige Beziehung zerstören. Akzeptieren Sie auch, wenn das liebste Plüschtier Ihres Kindes nicht Ihren Vorlieben entspricht.

Holzklötze und Malstifte

Zum Bauen eignen sich Holzbauklötze vorzüglich. Kleine lackierte Klötze sind allerdings ungünstig, weil sie rutschig und glatt sind und die Kinder von der Grösse her noch überfordern. Es lohnt sich, grössere und unlackierte Klötze anzuschaffen. Auch mit grossen Bausteinen (zum Beispiel Duplo) können Kinder spannende Gebilde zusammensetzen. Vielleicht gibt es in Ihrem Bekanntenkreis oder Ihrer Verwandtschaft Bauklötze, die nicht mehr gebraucht werden. Fragen Sie Familien mit älteren Kindern nach ausgedientem Bau- oder Konstruktionsmaterial oder besuchen Sie eine Spielzeugbörse oder Ludothek.

Zum Gestalten bieten sich die verschiedensten Materialien an. Grosse Malstifte, Finger- und Wasserfarben, Knetmasse und Lehm (Ton) regen Kinder zum Experimentieren an. Allerdings müssen Sie in Kauf nehmen, dass Ihr Kind und seine Umgebung beim schöpferischen Tun nicht sauber bleiben. Planen Sie Zeit zum Putzen ein. Legen Sie auf Tisch oder Fussboden eine grosse alte Plastiktischdecke oder eine Abdeckfolie, wie sie bei Renovationen verwendet wird. Als Maluntergrund eignet sich glattes Tischpapier oder Packpapier, an der Wand aufgehängt oder am Boden befestigt. Achten Sie auf ein grosszügiges Format, denn grossflächiges Malen ist angesagt. Übrigens: Die Badewanne eignet sich prima für Experimente mit Fingerfarben.

Vielleicht schaffen Sie eine Tafel an, auf der das Kind mit Kreide malen kann. Solche Tafeln können an Schränken oder Wänden befestigt werden. Haben Sie einen einfachen Holzkleiderschrank, können Sie eine Tür mit Wandtafelfarbe anstreichen. Schon kanns losgehen mit dem Malen!

Bastelmaterial und Bilderbücher

Kostenloses Spielmaterial zum Basteln und Gestalten, das ebenso anregend und geeignet ist wie gekauftes, gibt es in jedem Haushalt: Knöpfe, Eierkartons, Büchsen, Zeitungen, Verpackungsmaterial und so weiter. Auch in der Natur findet sich eine Fülle von gratis Spiel- und Bastelmaterial wie Steine, Tannzapfen, Kastanien, Blätter, leere Schneckenhäuser und noch vieles mehr. Mit etwas Leim können erste Kunstwerke entstehen. Diese müssen nicht «perfekt» sein. Nicht das fertige Produkt sollte im Zentrum stehen, sondern der Entstehungsprozess.

Kinder lieben Bilderbücher. Aufgrund des riesigen Angebotes ist es für Eltern nicht einfach, das passende auszuwählen. Im Alter Ihres Kindes sind Bücher mit einfachen Handlungen und klaren Bildern besonders geeignet. Empfehlenswert sind Bücher, in denen Tiere, Natur oder Szenen aus dem Alltag dargestellt sind. Falls Sie die grosse Auswahl überfordert, so lassen Sie sich in der Buchhandlung oder in der Bibliothek beraten. Vielleicht hilft es Ihnen auch, an die eigene Kindheit zurückzudenken. Gibt es da ein Lieblingsbuch, das Ihnen noch in Erinnerung ist? Sollten Sie aus einem anderen Land stammen, so ist es für Ihr Kind (und für Sie) auch sehr verbindend, wenn Sie Bilderbücher Ihres Herkunftslandes erzählen und anschauen können.

Kinder brauchen Wiederholungen, denn diese geben ihnen Vertrauen und Sicherheit. Seien Sie darum nicht erstaunt, wenn Ihr Kind das Bilderbuch immer wieder und wieder erzählt bekommen möchte. Geben Sie Ihrem Kind aber auch Gelegenheit, selber zu erzählen. Betrachten Sie gemeinsam die Bilder und lassen Sie Ihr Kind mitteilen, was es sieht.







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Klänge und Töne

Die Beziehung zu Tönen, Rhythmus und Gesang beginnt schon sehr früh. Zum Beispiel beim gemeinsamen Anhören von Musik, beim Nachahmen von lauten und leisen Geräuschen und beim Erzeugen von dunklen und hellen Tönen. Kinder kennen keinen Krach. Sie produzieren mit allem Musik, was ihnen in die Hände kommt. In jedem Haushalt gibt es viele Gegenstände, mit denen sich «musizieren» lässt, vom Löffel bis zum Pfannendeckel. Ein Xylophon wäre jetzt ein schönes Geschenk. Oder vielleicht eine Mundharmonika?

Batteriebetriebene Tasteninstrumente machen Kindern ebenfalls grossen Spass. Die Klänge und Töne können einem mit der Zeit aber ganz schön auf die Nerven gehen. Falls Sie ein solches «Geklimper» nicht so gut vertragen, hält sich der Spass für Sie und Ihr Kind in Grenzen. Vielleicht sollten Sie dann lieber von einem Kauf absehen.

Sprechen wir von Musik, darf die ursprünglichste Art, zu musizieren, nicht fehlen: das Singen. Mit Liedern können spannende Geschichten erzählt werden. Sie regen zum Mitklatschen und Tanzen an, sie trösten und beruhigen. In selbst erfundenen Versen werden Alltagserlebnisse aufgefangen und Gedanken und Erinnerungen in Töne gekleidet. Singen macht Spass, und es macht überhaupt nichts, wenn es «falsch» tönt. Übrigens: Kinder können singen, bevor sie sprechen lernen.

Bewegung drinnen und draussen

Bewegung ist wichtig, denn Kinder, die sich bewegen, werden sowohl körperlich als auch geistig angeregt. Empfehlenswert sind Bälle in allen Grössen. Mit ihnen üben Kinder Kraft und Geschicklichkeit, und sie eignen sich gut für ein gemeinsames Spiel. Ein einfacher Zug, der zusammengesetzt werden kann und sich auf Schienen hin- und herschieben lässt, bereitet Kindern grossen Spass.

Ein beliebtes Bewegungsspielzeug ist ein Wagen oder eine Schubkarre. Darin kann zum Beispiel der Teddy spazieren gefahren werden. Begehrt sind auch kleine Fahrzeuge, mit denen sich das Kind selber geschickt und schnell durch die Gegend bewegt. Eine Matratze auf dem Boden eignet sich wunderbar zum Turnen. Dazu braucht es jedoch Platz. Wenn die Wohnung zu klein ist, finden sich vielleicht in der Waschküche oder im Hausflur Möglichkeiten, damit Ihr Kind seinen Bewegungsdrang ausleben kann.

Raum zum Bewegen findet sich natürlich vor allem im Freien. Ihr Kind muss Platz haben, um herumzutoben und laut zu sein, ohne dass sich andere daran stören. Mindestens einmal am Tag sollte es Gelegenheit haben, «Dampf abzulassen», auf einem Spielplatz, in einem Park, auf einer Wiese, im Wald, an einem Bach. Dabei kommt es nicht aufs Wetter an. Für Kinder gibt es eigentlich gar kein schlechtes Wetter, sondern nur wetteruntaugliche Kleidung.

Wildere und ruhigere Spiele

Die Natur bietet einen Reichtum an anregenden Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten: durch Pfützen und über Steinplatten hüpfen, Steine in einen Bach werfen, auf Baumstämme klettern, auf einer kleinen Mauer balancieren, sich in Hecken und Büschen verstecken, einen Wiesenabhang herunterrollen, einen Erdhügel besteigen, durchs Herbstlaub rascheln.







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Und wenn man sich genug bewegt hat, gibt es draussen eine Fülle an kostenlosem Spielmaterial für besinnlichere Spiele: Blumen pflücken, Steine, Äste, Kastanien, Nüsse und Schneckenhäuser suchen, Tiere beobachten oder sich einfach mal auf einer Wiese lang ausstrecken.

Sand und Wasser

Das Spielen mit Sand und Wasser ist oft bis weit ins Schulalter hinein eine der beliebtesten Beschäftigungen. Füsse und Hände im Sand eingraben oder Sandkuchen «backen» macht Spass! Mit Händen und Füssen wird der Sand flach gedrückt. Mit den Fingern lässt sich der Sand rechen oder man drückt Löcher hinein. Trockenen Sand kann man von einer Hand in die andere rieseln lassen. Es gibt unzählige Möglichkeiten, sich mit Sand zu vergnügen, vorausgesetzt, die Kleider dürfen schmutzig werden! Das spielerische Experimentieren mit Sand, Erde und Wasser ist eine lustvolle und sinnliche Erfahrung, welche die gesunde Entwicklung des Kindes unterstützt.

Knetmasse selber herstellen – kleine Leute helfen gerne mit!

1 Tasse Wasser, 1 Esslöffel Öl, eventuell 2 Teelöffel Lebensmittelfarbe zusammen kurz aufkochen. 1 Tasse Mehl sieben, 1 Tasse Salz und 2 Esslöffel Weinsteinpulver (keine Weinstein-Säure) zur gekochten Masse geben, etwa drei bis fünf Minuten rühren, bis der Teig sich löst. Auf einem Brett eventuell mit Mehl zu einem Teig kneten. Den Knetteig in einem luftdichten, gut verschlossenen Plastikbeutel aufbewahren, damit er nicht austrocknet. (Weinsteinpulver und Lebensmittelfarbe sind in Drogerien erhältlich.)

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