Più bimbi che camminano dentro una stanza.

Kinder lieben Kinder

Zwei Jahre und neun Monate

Kinder in diesem Alter interessieren sich immer mehr für andere Kinder. Manchen fällt es leichter, beim gemeinsamen Spiel aufeinander einzugehen, andere müssen diese Kunst erst noch lernen. Auch das Spielen lernen die Kleinen von den Grossen.

Haben Sie auch schon mit Erstaunen festgestellt, wie schnell sich Kinder ohne viele Worte verstehen? Und so lernen sie auch voneinander: Mia zum Beispiel möchte unbedingt mit dem Dreirad fahren können. Sie sitzt auf dem Sattel und schaut fragend um sich, wie sie das angehen soll. Schon wollen Sie helfend eingreifen und erklären, wie sie treten muss. Doch da sieht Mia das Nachbarskind auf dem Dreirad fahren. Mit staunenden Augen schaut sie ihm erst zu und tut es ihm dann gleich.

Für Ihr Kind ist es viel lustiger und einfacher, einem Spielkameraden, einer Spielkameradin nachzueifern, als den Erklärungen der Erwachsenen zu folgen. In diesem Alter lernen Kinder oft besser über Beobachten und Nachahmen als über die Sprache. Halten Sie sich zurück, bevor Sie Ihrem Kind etwas zeigen. Lassen Sie es zuerst seine eigenen Erfahrungen machen. Was das Kind aus sich heraus lernt, stärkt es.

Spielfreunde sind eine neue Herausforderung für die ganze Familie

Kinder spielen zusammen, lachen und weinen, schubsen und stossen sich, freuen und streiten sich, gehen auseinander und finden sich wieder. Wenn Kinder miteinander spielen, geht es oft laut, lebendig, wild und nicht immer harmonisch zu und her. Das ist ganz normal und verständlich, denn die Regeln des Zusammenlebens müssen erst gelernt werden.

Wichtig hier ist, dass Kinder regelmässig miteinander Erfahrungen sammeln und aus sich wiederholenden Begegnungen vertraute Beziehungen entwickeln können.







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Mit den Freunden und Freundinnen Ihres Kindes beginnt auch für Sie als Eltern ein neuer Lebensabschnitt. Sie lernen andere Kinder kennen, die ganz anders als Ihr eigenes sein können. Das eine Kind ist Ihnen sympathisch, das andere vielleicht weniger. Und nicht immer wird es für Sie verständlich sein, warum Ihr Kind gerade diesen Freund oder jene Freundin wählt. Versuchen Sie, seine Wahl zu respektieren, und lassen Sie Ihrem Kind seine Freundschaften. Schreiten Sie nur dann ein, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kind in einer Situation überfordert oder unglücklich ist.

Neue Freundinnen und Freunde Ihres Kindes verändern unter Umständen auch Ihren bis anhin gewohnten, geordneten und organisierten Familienalltag. So können mehrere Kinder eine Wohnung innert kürzester Zeit in eine fantasievolle Spiellandschaft verwandeln. Und wenn Liam unbedingt zur selben Zeit auf dem Spielplatz sein möchte wie Matteo oder Emma, bedeutet das, dass Sie sich auf die Gewohnheiten anderer Familien einstellen müssen. Oft wird das für Sie mehr Aufwand bedeuten. Vielleicht ergibt sich daraus aber auch mehr Zeit für Sie selbst, während Ihre Tochter, Ihr Sohn in der Gruppe gut aufgehoben ist.

Geschwister lieben und streiten sich

Beziehungen zwischen Geschwistern sind anders als jene zu den Spielkameraden und Spielkameradinnen. Unter Brüdern und Schwestern kann eine gewisse Rivalität und Eifersucht bestehen, zudem beeinflusst der Altersunterschied die Beziehung und das Spielverhalten. Daher können Geschwister Freunde und Freundinnen nur bedingt ersetzen. Die Geschwisterbeziehung bietet ein gutes Übungsfeld für den Umgang mit anderen Kindern. In der Familie können im geschützten Rahmen wichtige soziale Erfahrungen gemacht werden.

Unter Geschwistern besteht eine besondere Vertrautheit. Diese Bindung gibt die Sicherheit, die es unter anderem dazu braucht, um Streiten und Versöhnen zu üben. Geschwister können sich streiten, ohne dabei das Risiko einzugehen, dass man den anderen als Bruder oder Schwester verliert – was bei Spielkameradinnen und -kameraden der Fall sein könnte.

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