Un bimbo steso a letto con gli occhi aperti.

Einschlafen und nächtliches Aufwachen

Zwei Jahre und sechs Monate

Viele Kinder haben abends Mühe, einzuschlafen, oder sie schlafen nicht durch. Mögliche Gründe und was Sie dagegen tun können, finden Sie hier.

Nur noch die Bauklötze versorgen. Nur noch das «Bäbi» ins Bettchen bringen. Nur noch dem Vater etwas Wichtiges erzählen. Nur noch ein Bilderbuch anschauen. Wenn es gilt, schlafen zu gehen, sind einige Kinder auf dem Höhepunkt ihres Einfallsreichtums! Es ist aber auch verflixt: Immer, wenns am spannendsten ist, wird es Zeit für die Nachtruhe. Minute um Minute wird hinausgezögert, um bei den Erwachsenen bleiben zu können. Aber irgendwann wird es trotzdem Zeit, ins Bett zu gehen.

Und wenn der Schlaf nicht kommen will?

Es gibt Phasen im Leben Ihres Kindes, in denen Einschlafschwierigkeiten auftreten können. Die Ursachen dafür können sehr vielfältig sein. Vielleicht finden Sie bei den folgenden Punkten eine Idee, die Sie unterstützen könnte, gemeinsam mit Ihrem Kind eine Erfolg versprechende «Gute-Nacht-Lösung» zu finden.

Kinder, die etwas verarbeiten müssen: Vielleicht ist im Umfeld des Kindes etwas vorgefallen, das seine Kräfte beansprucht und es innerlich aufwühlt. Versuchen Sie, zu verstehen, was in Ihrem Kind vorgeht, damit Sie es unterstützen können, wieder seine Balance zu finden. Vermeiden Sie beunruhigende Fernseh- oder Radiogeräusche und erzählen Sie ihm keine aufregenden Geschichten. Mit einem liebevollen, beruhigenden «Gute-Nacht-Ritual» können Sie Ihrem Kind den Übergang vom Tag zur Nacht erleichtern.

Sehr aktive Kinder: Diese möchten sich nicht von den Anregungen und dem Leben ringsherum trennen. Alles ist doch so spannend. Was wird es alles verpassen, wenn es nicht wach bleibt! In dieser Situation ist es vorteilhaft, den Abend ruhig und ohne grosse Aktivitäten zu gestalten. Eventuell hilft Ihrem Kind ein warmes Bad, wenn es sehr aufgeregt ist.

Abendkinder: Diese Kinder brauchen nicht so viel Schlaf oder gehen gerne spät ins Bett. Dafür schlafen sie am Morgen etwas länger und machen vielleicht auch ein Mittagsschläfchen. Viele Kinder brauchen weniger Schlaf, als ihre Eltern annehmen. Gerade bei Kleinkindern wird oft vergessen, dass die zwei Stunden Mittagsruhe mitgerechnet werden müssen. Wenn Sie über ein bis zwei Wochen ein Schlafprotokoll führen, erhalten Sie Klarheit über den Schlafbedarf Ihres Kindes.

Kinder, die beim Einschlafen nicht alleine sein wollen: Zwischen dem zweiten und fünften Lebensjahr lebt das Kind in einem gewissen Zwiespalt. Auf dem Weg zur Selbstständigkeit wagt es tagsüber immer öfter eigenständige Unternehmungen. Trotz aller Selbstständigkeit ist die Abhängigkeit von den Eltern aber noch gross. Das kann zu Trennungsängsten führen. Das Kind spürt, dass es sich immer stärker lösen will. Zugleich hat es Angst, die Eltern zu verlieren. Umso mehr sucht es dann abends die Nähe zu Ihnen. Es möchte, dass Sie bei ihm bleiben, bis es einschläft. Nehmen Sie sich abends viel Zeit für Ihr Kind, aber trauen Sie ihm zu, dass es selbstständig einschlafen kann. Lassen Sie vielleicht das Licht im Flur brennen und bestätigen Sie immer wieder, dass Sie in seiner Nähe sind. Wenn Sie nach dem Verlassen des Kinderzimmers immer dieselben Verrichtungen vornehmen, können die vertrauten Geräusche zum besseren Einschlafen beitragen.

Kinder, die nicht gerne im Dunkeln sind: Jetzt hat Ihr Kind doch sein gemütliches Zimmer oder seine Ecke, ganz für sich, mit allen Dingen, die ihm lieb sind. Auch Sie sind in der Nähe, und es kann Ihre Stimme hören. Warum nur diese Unruhe? In der Dunkelheit erhält alles eine andere Bedeutung: Die Geräusche sind intensiver, werden unheimlich. Die Umrisse der Gegenstände im Zimmer können die Fantasie eines Zweieinhalbjährigen anregen und es ängstigen. Wenn Sie merken, dass Ihr Kind nicht gerne im dunklen Zimmer schläft, können Sie ein Nachtlicht brennen oder die Tür einen Spalt offen lassen. So scheint das Licht vom Flur in sein Zimmer.

Kind und Eltern haben einen schlechten Tag gehabt: Es gibt Tage, da läuft einfach alles schief. Sie waren schlecht gelaunt, das Kind auch; es gab viele kleinere und grössere Reibereien. Am Abend sitzen Sie an seinem Bett und hoffen, dass es so schnell wie möglich einschlafen möge. Viele Kinder halten sich aber gerade in solchen Situationen krampfhaft wach. Sie können nicht einschlafen mit dem Gefühl, dass der Vater oder die Mutter ihm böse ist. Versöhnen Sie sich nach einem solchen Tag mit Ihrem Kind, damit es ruhig einschlafen kann. Vielleicht können Sie ihm eines Ihrer Kleidungsstücke, an dem Ihr Duft haftet, mit ins Bett geben?

Sind Eltern ungeduldig, zum Beispiel wegen Müdigkeit, überträgt sich das auf ihr Kind. Könnte in einem solchen Fall der Partner, die Partnerin das Abendritual übernehmen? Auch wenn Sie müde sind, ist es hilfreich, wenn Sie das Kind beim Zähneputzen, Waschen, Ausziehen und beim Suchen von Kuschelsachen begleiten. Wenn Sie ihm nur Anweisungen geben, zögert sich das Zubettgehen unnötig hinaus.

Werden Kinder zu spät oder unregelmässig ins Bett gebracht, kann dies die Entspannung und die Bereitschaft zum «Loslassen» des Tages erschweren oder verhindern. Daher ist es empfehlenswert, regelmässige Zubettgehzeiten einzuhalten. Machen Sie nur bei besonderen Gelegenheiten eine Ausnahme.

Diese Auflistung von möglichen Ursachen für Einschlafschwierigkeiten und dem Umgang damit, kann Ihnen helfen, die eine oder andere Situation besser zu verstehen und vielleicht sogar zu beheben. Wenn Sie etwas ändern, probieren Sie dies über zwei Wochen hinweg aus. Es braucht jeweils eine Weile, bis sich das Kind an etwas Neues gewöhnt und die Schlafgewohnheit ändert.

Einschlafprobleme sind in der Regel nach einiger Zeit vorbei. Halten sie jedoch über längere Zeit an und werden sie sowohl für Ihr Kind als auch für Sie zur Belastung, ist es sinnvoll, eine Erziehungsberatungsstelle oder die Kinderärztin, den Kinderarzt zu konsultieren. Medikamente sind nur in ganz seltenen Fällen nötig und sollten ausschliesslich auf ärztliche Verordnung hin gegeben werden.

Nächtliches Aufwachen

Alle Menschen wachen in der Nacht meist mehrmals auf, ohne dass ihr Schlaf dadurch gestört wird. Oft ist es nur eine kurze Drehung, um gleich weiterzuschlafen. Es gibt Erwachsene, die ganz aufwachen, aber eine Methode gefunden haben, wie sie schnell wieder in den Schlaf zurückfinden, zum Beispiel zwei Seiten lesen, das Kissen aufschütteln, einen Schluck Wasser trinken.

Kinder haben diese Möglichkeiten und Fähigkeiten (noch) nicht und reagieren daher anders. Wenn sie ihren «Nuggi» verlieren, den Kopf anstossen oder Angst haben, beginnen sie oft zu weinen und rufen nach Mama oder Papa. Manche stehen auf, tappen schlaftrunken ins Zimmer der Eltern und kriechen ohne grosse Erklärungen in ihr Bett. Vielleicht hilft es Ihnen und Ihrem Kind, wenn Sie es vor dem Einschlafen darauf hinweisen, dass es in der Nacht, wenn es erwacht, im eigenen Bett weiterschlafen soll.

Schläft Ihr Kind am Abend bei Ihnen im Bett ein und Sie tragen es schlafend in sein eigenes Bett, möchte es beim nächtlichen Aufwachen wieder zu Ihnen unter die Decke schlüpfen. Es sollte deshalb dort einschlafen, wo es selbstständig wieder in den Schlaf finden kann, falls es aufwacht, weil es die gleiche Umgebung vorfindet wie beim Zubettgehen. Erwacht es nachts und ruft nach Ihnen, so ist es ratsam, dass Sie so viel wie nötig und so wenig wie möglich unternehmen, damit sich das Kind sicher fühlt und seinen Schlaf wieder findet. Lassen Sie es spüren, dass Sie da sind, dass Sie selbst auch müde sind und schlafen wollen. Nehmen Sie es nicht sofort aus dem Bett; vielleicht genügen leise Worte. Falls Sie möchten, dass Ihr Kind im eigenen Bett schlafen lernt, so müssen Sie das kleine Kuschelkind, das nachts zu Ihnen wandert, wieder in sein Bett zurückbringen. Ihr unterstützendes und entschiedenes Auftreten gibt Ihrem Kind Sicherheit.

Angst vor allen möglichen Dingen

Ungefähr im dritten Lebensjahr beginnen Kinder, sich vor vielem zu fürchten, zum Beispiel vor Dunkelheit, Gewittern, kleinen und grossen Tieren oder Wasser. Ein grosser Hund, der Ihre Tochter, Ihren Sohn angebellt hat, ein Auto, das laut hupend durch die Strasse gerast ist, der plötzliche Knall eines Überschallflugzeuges, ein ärgerlicher Gesichtsausdruck oder eine ungewohnt laute Stimme können ein Kind in Schrecken versetzen oder zumindest beunruhigen. Solche Erlebnisse tauchen manchmal im Traum wieder auf und können zu Einschlafschwierigkeiten und/oder nächtlichem Aufwachen führen.

Häufig haben Kinder in diesem Alter auch Angst, dass ihrem Körper etwas geschehen könnte. Von einem Tag auf den andern wird das Haare waschen oder das Nägel schneiden zum Problem. Dies hat mit der Angst vor der eigenen Verletzlichkeit zu tun. Kleinste Schrammen, vor allem wenn sie bluten, werden mit grosser Besorgnis wahrgenommen. So heisst es, immer schnell mit Verbandszeug zur Stelle zu sein, wenn sich das Kind eine Verletzung zugezogen hat.







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Je grösser Ihr Kind wird, desto reichhaltiger und differenzierter zeigen sich sein Wahrnehmungs- und Denkvermögen sowie seine Gefühlswelt. Dies bewirkt, dass es sich möglicher Gefahren bewusster wird. Vieles kann Ihr Kind im jetzigen Alter jedoch noch nicht verstehen. So bleiben in der inneren Welt des Kindes häufig widersprüchliche Gefühle zurück, die Angst machen können. Es hat keinen Sinn, von einem Kind zu erwarten, dass es seine Ängste bezwingt. Auch die «Abhärtung» des Kindes oder das Verhindern von allem, was Ängste auslösen kann, helfen dem Kind nicht. Aus seinen Erfahrungen wird es lernen, dass viele seiner Befürchtungen unnötig sind. Eine verständnisvolle Begleitung kann dazu beitragen, die Ängste nach und nach zu überwinden.

Wie Sie als Eltern Ihrem ängstlichen Kind helfen können

  • Machen Sie sich nie über Ihr Kind lustig, wenn es sich ängstigt. Auch wenn Ihnen etwas lächerlich erscheint – für Ihr Kind ist es ernst.

  • Versuchen Sie, sich in das Kind einzufühlen und ihm zu zeigen, dass Sie seine Angst verstehen.

  • Drohen Sie ihm nie mit etwas, das ihm Angst macht, damit es gehorcht.

  • Jungen und Mädchen dürfen gleichermassen Angst haben.

  • Versuchen Sie, mit Ihrem Kind über seine Ängste zu sprechen. Kann es ausdrücken, was ihm Sorgen macht, wird es die Furcht am ehesten überwinden.

  • Lassen Sie Ihr Kind, auch wenn es schläft, nicht alleine zu Hause. Engagieren Sie einen Babysitter, wenn Sie weggehen.

  • Es gibt viele gute Bilderbücher, die Ängste thematisieren und Mut machen. Lassen Sie sich in der Buchhandlung beraten, welches Buch der Altersstufe Ihres Kindes entspricht.

  • Versuchen Sie, sich Ihren eigenen Ängsten bewusst zu sein, denn Ihr Vorbild wirkt auch hier. Fürchten Sie sich zum Beispiel vor Spinnen, muss Ihr Kind das nicht auch tun. Es kommt darauf an, wie Sie in seiner Gegenwart mit dieser Angst umgehen.

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