Bebè sveglio nel letto

Der Schlafbedarf verändert sich

11. Monat

Vielleicht haben Sie eine Zeit lang relativ ungestört geschlafen und werden nun plötzlich wieder jede Nacht durch Ihr Kind aus dem Bett geholt. Es ist anstrengend, aber nicht ungewöhnlich.

Viele Kinder, die bereits durchgeschlafen haben, melden sich in diesem Alter erneut in der Nacht. Dies ist normal – so sehr sich Mütter und Väter einen ungestörten Schlaf als Dauerzustand wünschen mögen. Da unterbrochener Schlaf das Familienleben sehr belasten kann, ist es angezeigt, dem Thema Schlaf immer wieder Beachtung zu schenken.

Schlafprobleme können verschiedenste Ursachen haben. Geben Sie Ihrem Kind keine Schlaf- oder Beruhigungsmittel, sondern suchen Sie frühzeitig den Kontakt mit einer Fachperson (Mütter- und Väterberaterin, Kinderarzt, Kinderärztin) – bevor Sie mit den Nerven am Ende sind.

Den Schlafbedarf ermitteln

Der Schlafbedarf jedes Kindes ist gegeben; daran lässt sich nichts ändern. Vergleichen Sie Ihr Kind deshalb nicht mit anderen Kindern, die früher ins Bett gehen als Ihr Sohn oder Ihre Tochter und dennoch am Morgen länger schlafen. Kein Kind kann länger schlafen, als es seiner «inneren Uhr» entspricht.

Den Schlafbedarf Ihres Kindes ermitteln Sie, indem Sie ein Schlafprotokoll führen und am Tag und in der Nacht genau notieren, wann das Kind wie lange schläft. Dieses Schlafprotokoll sollte während zwei Wochen geführt werden, um einen Durchschnitt zu ermitteln.

Veränderungen der Schlafzeiten







Illustration Ein Vater füllt in der Nacht den Schoppen.

Ist der Schlafbedarf des Kindes ermittelt, so können sie ihn zwar nicht verändern, aber Umstellungen der Schlafzeiten bringen oft Hilfe. Der Tag- und der Nachtschlaf stehen in einer Beziehung zueinander. Je mehr das Kind am Tag schläft, desto weniger Schlaf braucht es in der Nacht.

Veränderungen an der Länge des Tagschlafes beeinflussen die Schlafdauer in der Nacht. Wenn Sie das Kind am Tag weniger schlafen lassen, wird es die verlorene Schlafzeit in der Nacht «nachschlafen». Eine Veränderung der Schlafzeiten hat oft auch positive Auswirkungen auf das Durchschlafen. Erwarten Sie jedoch keine Wunder. Veränderungen müssen während sieben bis vierzehn Tagen konsequent eingehalten werden, damit sie Wirkung zeigen.

Die Einschlaf- und die Aufwachzeiten stehen ebenfalls in einem Verhältnis zueinander. Wenn Sie an den Zubettgehzeiten des Kindes etwas ändern, wird dies Auswirkungen auf das morgendliche Aufwachen haben. Auch hier ist eine Umstellungsphase von etwa zwei Wochen notwendig. Weitergehende Informationen zum Schlafbedarf und zur Umstellung der Schlafzeiten erhalten Sie in sogenannten Rhythmusberatungen, die von Kinderärztinnen, -ärzten und Mütter- und Väterberaterinnen angeboten werden.

Nach dem Kranksein

Manche Kinder brauchen, wenn sie krank sind, in der Nacht zusätzliche Betreuung und vermehrt Flüssigkeit. Wieder gesund, entwickeln sie zuweilen eine Erwartungshaltung wie in den kranken Tagen. Sie verlangen weiterhin nach der Nähe der Eltern und nach der Brust oder dem Schoppen. Verweigerung hat lauten Protest zur Folge.

Reduzieren Sie Ihre Anwesenheit und die Schoppenmenge jede Nacht ein wenig mehr, bis das Kind auf beides verzichten kann. Diese «sanfte» Methode führt dazu, dass das Kind seine Erwartungshaltung verändert und nach einigen Tagen wieder durchschläft.

Das «Nuschi» hilft in vielen Lebenslagen

Für kleine Kinder ist es sehr wichtig, etwas Vertrautes zum Kuscheln zu haben. Das kann ein Stofftier, eine weiche Puppe oder ein Teddybär sein. Es gibt auch viele Kinder, deren Liebstes ein kleines Kissen, ein altes Kleidungsstück oder ein spezielles Tuch ist. Für die Gefühlsentwicklung des Kindes ist dieses «nuschelige Etwas» von zentraler Bedeutung. Es bleibt durch viele Jahre hindurch treuer Kamerad und Tröster in allen Lebenslagen. Es ist mollig warm und geduldig, spendet Mut, Geborgenheit und Sicherheit.

Deshalb muss dieser weiche Gegenstand auch überall dabei sein. Ganz egal, wo es hingeht – auf Besuch, zum Arzt, zur Ärztin, in die Ferien oder in die Kindertagesstätte, das «Nuschi» verkörpert ein Stück Zuhause und gibt Sicherheit.

Auch beim Übergang vom Wachsein zum Schlafen, der wie ein kleiner Abschied ist, ist das vertraute «Etwas» ein unersetzlicher und wertvoller Wegbegleiter. Das «Nuschi» vermittelt dem Kind Geborgenheit und hilft ihm, selbstständig einzuschlafen – tagsüber, abends oder nach nächtlichem Aufwachen.

Vertrauter Geruch

Oft lieben Kinder ihre kuscheligen Begleiter besonders, wenn diese so richtig schön schmuddelig sind und einen ganz bestimmten Geruch angenommen haben. Deshalb sollten sie nicht zu oft gereinigt werden, denn der Duft eines Waschmittels kommt nie an die besondere und vertraute «Note» heran.

Wenn Sie das Stofftier oder das «Nuschi» doch einmal waschen wollen, tun Sie es auf spielerische Weise, zum Beispiel mit dem Kind zusammen in der Badewanne. Je älter Ihr Kind ist, desto mehr Bedeutung hat dies.

Nächtliche Unruhe

Beim Schlaf des Menschen können, vereinfacht dargestellt, zwei verschiedene Schlafphasen unterschieden werden: der Tiefschlaf und der oberflächliche Schlaf. Kinder, die in einer oberflächlichen Schlafphase sind, das heisst nahe am Bewusstsein und kurz vor dem Aufwachen, können sich bewegen und fallen durch Unruhe auf. Dieses Verhalten ist normal und hat nichts mit «schlechtem» Schlaf zu tun. Lassen Sie das Kind weiterschlafen, es braucht keine Hilfe.

Manche kleinen Kinder haben die Angewohnheit, vor dem Einschlafen rhythmisch hin- und herzuschaukeln, sei es mit dem Kopf oder mit dem ganzen Körper. Lassen Sie sich durch dieses Verhalten nicht beunruhigen, es wird sich im Laufe der Zeit wieder verlieren.

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