Una bimba piccola gioca con una pentola e degli ortaggi giocattolo.

Alles kann Spiel sein

Ein Jahr und sechs Monate

Für Kinder wird aus jedem Gegenstand ein Spielzeug. Was die Eltern haben, wollen die Kinder auch haben, und was die Grossen tun, wollen auch die Kleinen machen, vom Kochen bis zum Telefonieren.

Haben Sie schon bemerkt, wie vielfältig Ihr Kind seine Spiele gestaltet? Alles, was ihm begegnet, bezieht es spielend in seine Welt ein: Der Stuhl wird zum Tunnel, durch den es hindurchkriecht; der Löffel zum musikalischen Schlaginstrument, die Salatschüssel aus Kunststoff zum Hut, der Bauklotz zum Auto. Kinder kommen auf die ausgefallensten und fantasievollsten Ideen.

Im Gegensatz zu ihnen haben Erwachsene eine feste Vorstellung davon, wie Dinge beschaffen sind, wie sie zusammenhängen, funktionieren und wofür sie gedacht sind. Dementsprechend wird häufig geurteilt, das Kind mache etwas «falsch», wenn es Gegenstände anders als «üblich» verwendet. Lassen Sie der Fantasie und der Spielfreude Ihrer Tochter oder Ihres Sohnes aber ruhig freien Lauf. Es macht nämlich durchaus Sinn, dass Ihr Kind Gegenstände anders verwendet. Dieses so genannte Symbolspiel dient seiner Weiterentwicklung. Auf diese Weise setzen sich Kinder aktiv mit ihrer Lebenswelt auseinander und üben alltägliche Handlungen ein. Daher sind diese Übungsfelder von wesentlicher Bedeutung. Sie bilden die Vorstufe für das spätere Rollenspiel, in dem viel über die Regeln des menschlichen Zusammenlebens und Erwartungen, die mit einer bestimmten Rolle verbunden sind, gelernt wird.







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Das begehrte Smartphone

Am liebsten erkundet das Kind Gegenstände, mit denen sich die Erwachsenen beschäftigen. Haushaltgeräte üben eine besondere Anziehungskraft aus. Besonders faszinierend ist das Smartphone. Einerseits kann es eine Quelle des Ärgers für das Kind sein, denn Eltern, die am Handy sind, beschäftigen sich nicht mit ihm. Andererseits ist das Smartphone ein äusserst spannendes und offenbar sehr wichtiges Gerät, welches das Kind ebenfalls gebrauchen möchte. Und wenn Eltern denken, dass mit einem Spieltelefon das Problem gelöst sei, sind sie mit Sicherheit auf dem Holzweg! Kinder durchschauen schnell, dass das Spieltelefon nicht richtig funktioniert. Zudem sind Dinge, welche die Eltern benützen, viel, viel spannender.

Das Handy ist wichtig für den Informationsaustausch, zur Unterhaltung, zur Beziehungspflege. Daher lässt sich das begehrte Telefon wohl kaum aus dem Alltag verbannen, um Ärgernissen vorzubeugen. Von Vorteil ist sicher, wenn Sie längere und wichtige Telefongespräche auf die Zeiträume verschieben, in denen Sie ungestört sind. Zum Beispiel, wenn Ihr Kind schläft, mit Oma spazieren geht oder mit dem grossen Nachbarskind im Kinderzimmer beschäftigt ist.

Omeletten und Co.

Nahrungsmittel und das Mithelfen beim Verarbeiten sind für kleine Kinder von ganz besonderem Interesse. Denn alle Sinne werden dabei angesprochen: Sehen, Fühlen, Hören, Riechen, Schmecken. Stellen Sie sich zum Beispiel vor, Sie bereiten Omeletten zu – ein Riesenerlebnis für Kinderaugen, Kinderhände, Kinderohren, Kindernase und Kindermund! In die Schüssel mit Mehl greifen, darin wühlen und spüren, wie locker und luftig sich das anfühlt. Wie aufregend, wenn Mutter oder Vater die Eier aufschlagen und etwas Rundes, Gelbes zum Vorschein kommt. Nun kommt noch ein Schuss Milch dazu – hineingiessen, umrühren, das macht Spass! Am Schluss noch die Finger ablecken oder den Teigschaber, mhm, das riecht und schmeckt ja ganz anders als das staubige Mehl! Und was am Schluss so verführerisch als Omelette im Teller liegt und zum Essen lockt, war vorher ein intensiver, vielfältiger und lustvoller Lernprozess für Ihr Kind.

Schlecken ja, aber ...

Kleine Kinder sind Schleckmäuler. Wenn sie mithelfen, wollen sie selbstverständlich alles probieren. Vor allem Teige und Cremen aller Art sind sehr beliebt. Schüsseln und Rührgeräte werden abgeschleckt, und kleine Finger wandern genüsslich in die feine Masse und nachher in den Mund. Gönnen Sie Ihrem Kind diesen «Teiggenuss», denken Sie aber daran, dass viele Teige und andere Speisen mit rohen Eiern zubereitet werden.

Mit vorbeugenden Massnahmen kann die Gefahr einer Salmonelleninfektion stark eingeschränkt werden. Verwenden Sie stets frische, maximal eine Woche alte Eier. Bewahren Sie diese im Kühlschrank auf und lassen Sie mit rohen Eiern zubereitete Speisen nicht herumstehen. Diese sollten stets gekühlt und nur für kurze Zeit aufbewahrt werden.

Brot- und Zopfteige sind bei Kindern besonders beliebt, weil sie diese kneten und formen und vielleicht als süsse Zutat noch Rosinen darin verstecken können.

Und bestimmt wird das nach dem Backen fein duftende Endprodukt von Klein und Gross gleichermassen geschätzt.

Spielt unser Kind «richtig»?

Machen Sie sich manchmal Gedanken, ob Ihr Kind «richtig» spielt? Vielleicht waren Sie selbst ein ruhiges Kind und erinnern sich, dass Sie vor allem gerne Bilderbücher anschauten? Die kleine Tochter hingegen ist ein unbändiger Wildfang, der keine Minute stillsitzt und sich den ganzen Tag mit Klettern, Herumrennen und so weiter vergnügt. Bedenken Sie, dass auch Herumspringen ein Spiel ist und dass es beim Spielen individuelle Vorlieben gibt.

Kinder in diesem Alter lieben die Abwechslung, ihr Tatendrang ist kaum zu bremsen. Sie verweilen meist nicht lange bei einer Tätigkeit oder einem Spielzeug. Machen Sie sich deshalb keine Sorgen, Ihr Kind könnte unkonzentriert sein. Es gibt Zeiten, in denen sich Kinder nur für etwas interessieren, und Zeiten, in denen ganz viel auf einmal aktuell ist. Das Spiel verändert sich mit der Entwicklung. Somit spielen Kinder in jedem Alter auf ihre persönliche und altersentsprechende Art und Weise «anders» und «richtig».







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Erste Bilderbücher

Es ist anregend, miteinander Bücher anzuschauen und sich Geschichten zu erzählen. Ausserdem ist das Bilderbuch für Ihr Kind eine wichtige Hilfe beim Sprechen lernen. Erste Bilderbücher sollten einfach gestaltet sein und möglichst nur einzelne, bekannte Gegenstände zeigen. Sie sollten zudem handlich und stabil sein. Für Kinder, die fast den ganzen Tag ohne Pause in Bewegung sind, kann das gemeinsame Anschauen eines Bilderbuches ein stimmungsvolles Mittel und Ritual sein, um zur Ruhe zu kommen.

Viel Freude bereiten Sie dem Kind, wenn Sie ihm selber ein einfaches Bilderbuch zusammenstellen. Stecken Sie in ein kleines Album Fotos des Kindes, von Ihnen, den Grosseltern, vom Götti, von der Gotte und so weiter. Immer wieder wird es die Bilder von bekannten Menschen oder Tieren anschauen und begeistert feststellen, wer oder was da alles zu sehen ist. Es gibt auch Duschvorhänge mit vorgefertigten Laschen, in die sich Fotos und Ansichtskarten stecken lassen. So ein Vorhang kann eine Bildkulisse im Badezimmer sein oder als Wandbehang ein Blickfang im Eingangs- oder Wohnbereich. Falls Sie im Kinderzimmer Bilder, Fotos oder einen Spiegel aufgehängt haben, sollten sich diese auf «Kinderhöhe» befinden.







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Praktische Tipps zum Thema Spielen

Kleinkinder spielen anders als ältere Kinder, anders auch, als wir es uns meist vorstellen. Es geht ihnen beispielsweise nicht ums «Gewinnen» oder «Verlieren», sondern um das Spiel, die Tätigkeit und das Erlebnis als solches. Wenn Sie es aufmerksam beobachten, finden Sie bald heraus, was Ihr Kind momentan besonders anspricht.

  • Übt es ausgiebig das Stapeln von Gegenständen? Stellen Sie ihm dafür Bauklötze und geeignetes Haushaltsmaterial wie zum Beispiel Plastikgefässe zur Verfügung.
  • Kennt seine Begeisterung fürs «Wässerle» keine Grenzen? Ein kleines Abwaschbecken und Gefässe zum Ein- und Ausleeren oder Umgiessen sind für ausgiebige Wasserexperimente ideal. Um grosse Überschwemmungen zu vermeiden, verlegen Sie diesen Spielplatz eventuell ins Bad, in die Badewanne oder sogar auf den Balkon und kleiden Sie Ihr Kind «wasserfest» ein (zum Beispiel mit einer Plastikschürze).
  • Hat Ihr Kind «Zubehör» für seinen Teddy, seine Puppe? Teller, Löffel, Bürste, eine kleine Badewanne oder ein Puppenbett ermöglichen es Ihrem Kind, im Spiel Alltagshandlungen nachzuahmen und nachzuvollziehen.
  • Macht Drehen und Schrauben plötzlich viel Spass? PET-Flaschen sind dafür ein ideales Spielzeug.
  • Lassen Sie sich in Spielwarengeschäften nicht vom riesigen Angebot verleiten! Überlegen Sie sich vor dem Kauf, was zu Ihrem Kind passt. Massgebend ist der momentane Entwicklungsstand Ihres Kindes, nicht das vom Hersteller empfohlene Alter.
  • Beim Kauf von Spielsachen sind jene zu empfehlen, die stabil sind und vielseitige Verwendungs- und Gestaltungsmöglichkeiten erlauben. Der kleine Hund, der bellt und läuft, wenn das Kind auf seinen Bauch drückt, ist zwar anfänglich attraktiv. Er verliert aber bald seinen Reiz, da die Spielmöglichkeiten beschränkt sind.
  • Hat der Götti eben einen jungen Hund gekauft, von dem das Kind ganz begeistert ist? In diesem Fall bereitet ein kleiner Plüschhund sicher grosse Freude und schafft Beziehung zum richtigen Hund.
  • Nicht alles, was Ihnen gefällt, wird auch den Vorstellungen Ihrer Tochter oder Ihres Sohnes entsprechen. Seien Sie nicht enttäuscht, wenn Ihr Kind ein – in Ihren Augen – kitschiges Plastikding innig liebt und das teure, pädagogisch wertvolle Holzspielzeug links liegen lässt.
  • Spielsachen können günstig auf Flohmärkten und in Spielwarenbörsen erworben oder in Ludotheken ausgeliehen werden.
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