Una bimba dipinge su un foglio di carta.

Vorbereitung auf den Schuleintritt

Sechs Jahre

Viele Eltern wollen mit ihren Kindern lesen, schreiben und rechnen üben – bevor sie überhaupt in die Schule kommen. Doch das kann Unlust erzeugen. Sie können Ihr Kind anders auf die Schule vorbereiten.

Je näher die Schulzeit rückt, desto stärker versuchen viele Eltern, das Lernen der Kinder zu fördern. Sie üben mit ihnen lesen, schreiben und rechnen. Liegt das vielleicht daran, dass die gleichaltrige Leonie schon bis zehn zählen kann und der gleichaltrige Max bereits einige Worte schreibt? Auch wenn es nicht immer einfach ist, vergleichen Sie Ihr Kind nicht mit den anderen und lassen Sie sich auch nicht vom Ehrgeiz anderer Eltern anstecken! Ihr Kind wird das alles in der ersten Klasse lernen.

Es erzeugt nur Unlust, wenn Ihr Kind dauernd etwas üben soll, wofür es noch nicht bereit ist. Die Absicht, Ihr Kind auf den Schuleintritt vorzubereiten, ist aber in jedem Fall positiv.

Die folgenden Punkte geben Ihnen dazu Anregungen:

  • Stärken Sie das Selbstwertgefühl Ihres Kindes, indem Sie seine Stärken betonen. Loben Sie es, wenn es etwas besonders gut gemacht hat und weisen Sie es auf Erfolgserlebnisse hin.

  • Viele Kindergartenlehrpersonen besuchen mit den Kindern vor Schulbeginn eine erste Klasse. Sollte das bei Ihnen nicht der Fall sein, so regen Sie doch zu einer solchen «Schnupperstunde» an.

  • Schon der Kindergarten hat von Ihrem Kind eine gewisse Selbstständigkeit gefordert. In der Schule wird es nun noch wichtiger, dass es die alltäglichen Handgriffe wie Schuhe binden, Knöpfe und Reissverschlüsse schliessen beherrscht. Für den Turn- und Schwimmunterricht sollte sich Ihr Kind selber anziehen können. Je selbstständiger Ihr Kind ist, desto selbstsicherer wird es den neuen Anforderungen begegnen.

  • Das Znünitäschli hat bald ausgedient und wird durch den Schulthek ersetzt. Kaufen Sie diesen nicht zu früh ein, sondern am besten kurz vor den Sommerferien, wenn der Abschied vom Kindergarten unmittelbar bevorsteht. Lassen Sie Ihr Kind seinen Rucksack unbedingt selber aussuchen, es muss sich damit gefallen! Achten Sie aber auch darauf, dass der Thek gut sitzt. Er wird einige Jahre mit viel Gewicht herumgetragen und sollte den Rücken nicht belasten.

  • Es gibt Kinder, die interessieren sich bereits im Kindergarten für Zahlen und Buchstaben. Wenn das bei Ihrem Kind so ist, dann lassen Sie es zählen, rechnen, schreiben und lesen, solange es Spass daran findet. Geben Sie ihm Möglichkeiten, sich auf seine kreative Art damit auseinanderzusetzen, ohne dass dabei seine Leistung bewertet wird. Wenn Sie Ihr Kind beobachten, werden Sie merken, was es dazu braucht: Papier und Bleistift, ein Buch, ein Spiel, den Computer, einen Taschenrechner, den Austausch mit Ihnen …

Familienergänzende Betreuung

Das schweizerische Schulsystem ist immer noch zu wenig auf berufstätige Eltern ausgerichtet. Trotz Einführung von Blockzeiten und Mittagstischen mangelt es an Hortplätzen , Tagesfamilien und Tagesschulen. Vielleicht überlegen Sie sich, mit dem Schuleintritt Ihres Kindes die Berufstätigkeit zu intensivieren oder nach einer Familienpause wieder aufzunehmen. Vielleicht wird Ihr Kind bereits ausserhalb der Familie betreut, doch mit dem Schuleintritt kündigt sich ein Wechsel der Betreuungsinstitution an. Damit Sie sicher sein können, dass Ihr Kind gut betreut ist, sollten Sie sich rechtzeitig nach dem bestehenden Angebot erkundigen.

Falls Schulanfang und Horteintritt gleichzeitig erfolgen, sollten Sie sich genug Zeit für den doppelten Neustart nehmen und Ihr Kind einfühlsam darauf vorbereiten. Sicher ist es möglich, vor dem Schulbeginn einen Besuch im Hort zu machen.

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