Il bebè beve dal biberon.

Saugen ist mehr als Hunger stillen

1. Monat

Wenn Sie Ihr Baby füttern, sind Sie eng miteinander verbunden. Achten Sie darauf, was Ihr Kind braucht. Mit der Zeit werden Sie gewisse Regelmässigkeiten beobachten.

Beim Trinken ist Ihr Kind eng mit Ihnen verbunden, es empfindet Nähe und Geborgenheit. Auch ist Saugen eine lustvolle Betätigung: Über den Mund macht das Baby wichtige sinnliche Erfahrungen. Es tastet mit der Zunge und den Lippen die Aussenwelt ab, entdeckt Formen und Strukturen, der Geschmackssinn entwickelt sich, und das Baby kann so mit der Zeit den Dingen ihre Bedeutung zuordnen.

Es ist noch gar nicht lange her, dass Ihr Kind ganz mit dem Mutterleib verbunden war und dort ununterbrochen Nahrung bekam. Jetzt gibt es plötzlich grosse Portionen auf einmal und lange Pausen dazwischen. Ein Neugeborenes braucht daher Zeit, um sich an die neue Ernährungsform zu gewöhnen. Beim Stillen und Schöppeln tun Sie Ihrem Kind deshalb einen grossen Gefallen, wenn Sie sich, zumindest am Anfang, ganz nach seinen Bedürfnissen richten.

Rhythmus von Trinken und Verdauen

Das Baby äussert den Wunsch nach Nahrung in unterschiedlichen Zeitabständen: Manchmal meldet es sich erst nach einigen Stunden, manchmal schon bald wieder nach der letzten Nahrungsaufnahme.

Nach der ersten Zeit der Angewöhnung an Brust oder Schoppen können Sie allmählich auf eine gewisse Regelmässigkeit achten: Wenn der Abstand zum letzten Stillen oder Schöppeln weniger als zwei Stunden beträgt, könnte man die nächste Mahlzeit behutsam hinauszögern. Mit allzu kurzen Abständen ist es schwieriger, allmählich einen Rhythmus von Trinken und Verdauen zu finden.

Wenn das Kind weint, bedeutet dies auch nicht immer, dass es Hunger hat. Vielleicht muss es aufstossen. Wenn Sie ihm dann die Flasche oder die Brust geben, wird es reflexartig saugen, auch wenn ihm die Aufnahme von Nahrung in diesem Moment nicht bekommt.

Trinken in der Nacht

Trinken ist zum jetzigen Zeitpunkt auch in der Nacht normal. Das nächtliche Hungergefühl kann Ihr Baby nicht einfach unterdrücken. Die Fähigkeit, tagsüber häufig und viel zu trinken und nachts zu schlafen, muss erst heranreifen.

Nicht nur das Baby hat Bedürfnisse, auch Sie brauchen Zeit für sich selber und vor allem genug Schlaf. Manche Eltern gönnen sich tagsüber etwas Schlaf als Ausgleich für die verpasste Nachtruhe. Zur nächtlichen Entlastung können aber auch Väter beitragen, selbst wenn das Kind gestillt wird: Gemeinsam können Sie vereinbaren, wer das Baby holt, wenn es weint, und wer es nach dem Stillen herumträgt und beruhigt, falls es den Schlaf nicht sofort wieder findet.

Trinkmenge des Babys







Illustration Mann hält Baby und fragt ob es Hunger hat.

In den ersten drei Monaten beträgt die tägliche Trinkmenge etwa ein Sechstel des Körpergewichts des neugeborenen Kindes (100 ml entsprechen 100 g). Es besteht aber unter allen Kindern eine grosse Variabilität.

Bitte wägen Sie Ihr Baby nicht vor und nach jeder Mahlzeit, das macht Sie beide nur nervös. Bei gutem Gedeihen genügt es, in der Anfangszeit das Kind wöchentlich zu wägen, später monatlich. Wenn die Mutter ausschliesslich stillt, trinkt das Kind genau so viel, wie es braucht, und ist mit Sicherheit nicht übergewichtig, auch wenn es «wohlgenährt» aussieht.

Schoppennahrung

Beim (teilweisen) Schöppeln ist zu beachten, dass die Mengenverhältnisse von Wasser und Pulver auf der Packung jeder Babynahrung angegeben sind und diese genau eingehalten werden sollten. Erhöhte Mengen des Milchpulvers tragen weder zu besserem Gedeihen des Babys noch zu früherem Durchschlafen bei. Im Gegenteil, es kann davon Verdauungsprobleme bekommen und übergewichtig werden.

Weil sein Hunger nicht immer gleich gross ist, wird das Kind unterschiedliche Mengen trinken: Der Schoppen muss nicht jedes Mal leer getrunken werden. Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Kind genügend trinkt, wenden Sie sich an die Mütter- und Väterberatung; diese wird Sie gerne beraten.

Vitamin D für die Stabilität der Knochen

Kinderärzte und Kinderärztinnen raten, einem Baby zur Unterstützung der Knochenstabilität bis zum dritten Geburtstag und besonders im ersten Lebensjahr zusätzlich Vitamin D zu geben.

Das Baby und sein Bedarf an Flüssigkeit

Der Flüssigkeitsbedarf des Säuglings wird durch Muttermilch ausreichend gedeckt. Ihr Baby braucht auch bei Fieber, Durchfall oder sommerlicher Hitze keine zusätzliche Flüssigkeit wie beispielsweise Tee, denn es gibt nichts besser Verdauliches als Muttermilch. Diese passt sich in Produktion und Zusammensetzung den kindlichen Bedürfnissen an. Allerdings sollte das Kind in diesen Situationen etwas häufiger gestillt werden.

Sollten Sie ausschliesslich schöppeln, so ist es angebracht, dem Kind in den genannten Ausnahmefällen zusätzlich Flüssigkeit in Form von abgekochtem Wasser zu geben.

Reload content for this field