Nella vita quotidiana con i bambini anche l’ozio ha la sua importanza.

Mit Kind ist Flexibilität gefragt

10. Monat

Zeit ist etwas Merkwürdiges: Manchmal scheint es, der Tag wolle und wolle nicht enden, ein andermal läuft die Zeit nur so davon. Mit einem kleinen Kind im Hause ist oft Letzteres der Fall: Kaum begonnen, ist der Tag vorbei, und so vieles, was zu erledigen war, blieb liegen.

Eigentlich hatte man sich doch vorgenommen, endlich den Brief der Versicherung zu beantworten, den Kühlschrank zu räumen und zu putzen, den spannenden Artikel in der Zeitung zu lesen. Nichts davon hatte Platz; alles lief ganz anders. Das Kind schlief nicht zur gewohnten Zeit und war den ganzen Tag unzufrieden. Die eigene Müdigkeit nach durchwachter Nacht erstickte jede Energie.

Am Abend schleicht sich dann ein bedrückendes Gefühl von Unzufriedenheit ein: Den ganzen Tag hat man gearbeitet und etwas getan, aber eben nicht das, was man sich vorgenommen hatte. Ein schwieriges Unterfangen, den Alltag mit einem kleinen Kind so zu gestalten, dass man dem Haushalt, dem Kind und auch sich selbst gerecht wird. Planung und Organisation, aber auch Spontaneität und Flexibilität sind täglich gefragt. Es ist ein wirkliches Kunststück, alles miteinander in Einklang zu bringen.







Illustration Es klingelt an der Tür, der Vater hält das Kind im Arm.

Prioritäten setzen

Jeder Haushalt hat seine eigenen Prioritäten. In der einen Familie geht es nicht ohne gebügelte Küchentücher, in einer anderen darf im Wohnzimmer kein Stäubchen liegen.

Nehmen Sie Ihre eigenen Massstäbe unter die Lupe und überlegen Sie, welche Arbeiten oder Tätigkeiten Sie künftig etwas vernachlässigen könnten. Besprechen Sie dies mit Ihrem Partner, Ihrer Partnerin, ganz besonders auch dann, wenn Sie beide berufstätig sind und vieles am Abend oder am Wochenende erledigt werden muss.

Der Haushalt darf auch mal warten

Streichen Sie nicht gerade das, was Ihnen Spass macht und Ihnen Energie schenkt. Verwandte und Freunde wollen Eltern nämlich oft genau die Dinge ausreden, die ihnen Freude machen, zum Beispiel: «Wenn du immer so müde bist, solltet ihr halt abends nicht so oft Freunde einladen.» Aber manchmal ist es einfach wichtiger, etwas zu tun, das Freude macht – und den (perfekten) Haushalt eben warten zu lassen.

Kinderpflege, Erziehung und Hausarbeit sind anstrengende und anforderungsreiche Tätigkeiten und nicht weniger anspruchsvoll als Berufsarbeit. Durch gegenseitige Wertschätzung, Verständnis und das Setzen von sinnvollen Prioritäten entstehen weniger Druck und mehr Anerkennung.

Sich nicht zu viel vornehmen

Eine Planung des Tages kann hilfreich sein – aber nur, wenn Sie sich nicht allzu viel vornehmen. Oft setzen sich Eltern selber unter Druck. Stellen Sie sich deshalb folgende Fragen:

  • Was muss heute unbedingt getan werden und was kann warten?
  • Wem schadet es eigentlich, wenn ich dies oder jenes heute nicht erledige?
  • Muss unbedingt ich das machen?

Auch Musse muss sein

Die Schlafenszeiten Ihres Kindes könnten auch für Sie Zeiten der Musse, des Vergnügens sein. Vielleicht lesen Sie ein wenig, führen in Ruhe ein Telefongespräch, hören Ihre Lieblingsmusik oder legen sich auch aufs Ohr.

Bei jeder bezahlten, ausserhäuslichen Arbeit sind Pausen vorgesehen, ja sogar vorgeschrieben. Wie steht es damit bei der Tätigkeit im Haushalt? Gehen Pausen nicht allzu oft einfach vergessen, weil sie nicht offiziell und von aussen festgelegt werden?

Zeit ohne Kind

Auch für Sie wird der Moment kommen (oder ist schon gekommen), wo Sie sich sehnlichst wünschen, einmal etwas ohne Kind, ganz allein für sich, zu unternehmen. Ins Kino oder in die Sauna gehen, einen langen Waldspaziergang machen, in Ruhe «lädele» und so weiter.

Wenn Sie frühzeitig jemanden zur Kinderbetreuung organisieren, steht dem nichts im Wege. Geniessen Sie diese Zeit ganz für sich und haben Sie keine Schuldgefühle. Es dient Ihnen und Ihrer Familie, wenn Sie sich anschliessend wieder mit Freude und neu gewonnener Energie Ihren täglichen Aufgaben widmen.

Alltag mit Kind gestalten

Auch zusammen mit Ihrem Kind gibt es immer wieder Möglichkeiten, etwas zu unternehmen, das auch Ihnen guttut, wie Spaziergänge oder Besuche bei Freundinnen oder Freunden. Denken Sie am Abend weniger an alles Unerledigte als vielmehr an die schönen Momente.

War es nicht sinnvoller, heute einen ausgiebigen Spaziergang bei Sonnenschein zu machen, als zu Hause zu bleiben und – wie geplant – Wäsche zu bügeln? Haben Sie kein schlechtes Gewissen, sondern geniessen und nutzen Sie die Freiheiten zur Selbstgestaltung des Alltags, die Ihnen Ihre Voll- oder Teilzeittätigkeit als Hausfrau und Mutter oder als Hausmann und Vater bietet.

Wir wünschen Ihnen, dass dieser Balance-Akt zwischen Freuden und Pflichten gut gelingt.







Illustration Die Mutter liegt entspannt auf dem Liegestuhl in der Waschküche, das Kind schläft auf ihrem Schoss.

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