Una bimba a tavola morde un trancio di pizza.

Mit der Nase riechen und dem Mund schmecken

Drei Jahre und drei Monate

Gerüche können Emotionen und Erinnerungen wecken. Und Kinder müssen Geschmackserfahrungen erst machen. Die Bereitschaft, etwas zu essen, das sie nicht kennen, ist unterschiedlich.

Atmen und riechen und sich an Düfte erinnern, nehmen wir als gegeben hin. Doch viel würde verlorengehen, wenn die Blumen im Garten nicht mehr duften würden, es nicht mehr nach Sommerregen riechen würde oder die Weihnachtszeit nicht mehr vom verführerischen Duft frisch gebackener Guetzli erfüllt wäre. Ein Geruch erinnert an Personen, Bilder, Gegenstände, Ereignisse. So kann ein Gewürz für die eine Nase fremd und exotisch sein. Für eine andere Nase verkörpert es hingegen ein Stück «Heimat» und Vertrautheit, da der Geruch aus dem eigenen Herkunftsland stammt.







Illustration Kind riecht an Blumen

Die Nase ist ein äusserst vielseitiges Sinnesorgan. Sie dient nicht nur zum Riechen und Atmen, sondern hat noch viele weitere Funktionen. So warnt sie zum Beispiel auch vor gefährlichen Gerüchen, vor Rauch und Qualm oder vor verdorbenen Lebensmitteln.

Gerüche sind verbunden mit Emotionen

Haben Sie schon einmal darauf geachtet, wie Ihr Kind einen Geruch in Worten beschreibt? «Das riecht nach Erde.» – «Das stinkt wie eine Stinkesocke.» – «Das duftet nach dir.» Gerüche sind immer mit dem eigenen emotionalen Empfinden verknüpft, daher werden ihnen auch oft gefühlsbetonte Bezeichnungen wie lieblich, betörend, verlockend und verführerisch zugeordnet. Bezeichnend sind auch Redewendungen wie «Mir stinkts!» oder «Ich kann den/die nicht riechen!»

Viele Gerüche nehmen Erwachsene gar nicht mehr bewusst wahr. Zu sehr hat man sich schon daran gewöhnt oder nimmt sich zu wenig Zeit, um bewusst zu riechen. Erhalten Sie die Neugier Ihres Kindes, die Nase überall hineinzustecken. Unterstützen Sie es in seinem Bewusstsein, Gerüche wahrzunehmen und ihnen gegenüber empfindsam zu sein. Vielleicht entdecken Sie zusammen mit Ihrer Tochter, Ihrem Sohn die Umgebung als Schnuppernasen neu.

«Da kitzelt etwas in meiner Nase …»

Strecken Sie gemeinsam die Nase in die Luft und beschreiben Sie, wonach oder wie es riecht., Zum Beispiel nach knusprigen Brötchen, Rasierwasser oder Parfüm, kühler Morgenluft, stinkendem Autoabgas … Mit geschlossenen Augen nehmen kleine und grosse Spürnasen Gerüche noch viel intensiver wahr!

Mamas und Papas Geruch gegen Heimweh

Vielleicht darf Ihr Kind mal beim Götti oder der Oma übernachten? Manche Kinder trauen sich nicht so recht, ohne Mama oder Papa an einem fremden Ort zu sein. Hier hilft vielleicht ein Schal, der nach Mama riecht, oder ein getragenes T-Shirt von Papa. Gerüche, die an Zuhause erinnern, können die Trennungsangst lindern.

Gerüche können auch Stress abbauen und entspannen. So ist etwa Lavendel bekannt für seine entspannenden Eigenschaften. Andere Gerüche, wie der von Zitrusfrüchten oder Minze können die Konzentration fördern.

Das schmeckt (nicht)

Um Gerüche geht es auch beim Essen. Stellen Sie sich Ihr Lieblingsessen vor, ein leckeres Nudelgericht, ein knackiges Gemüse, ein zartes Fischfilet, wie das herrlich duftet! … Läuft Ihnen bereits bei der Vorstellung das Wasser im Munde zusammen? Mit unserer Zunge nehmen wir wahr, ob etwas süss, sauer, salzig oder bitter schmeckt.

Wir Menschen gewöhnen uns an einen Geschmack und bevorzugen vertraute Speisen. Bieten Sie Ihrem Kind ganz ungezwungen auch unbekannte Lebensmittel zum Probieren an. So gewöhnt es sich an neue Geschmacksrichtungen. Gelingt es, die Neugier auf unbekannte Esswaren zu erhöhen, lässt sich möglicherweise auch der Geschmackssinn etwas beeinflussen. Haben Sie aber auch Verständnis, wenn Ihr Kind nicht so experimentierfreudig ist.

Vorlieben entwickeln sich früh

Beim Probieren von Lebensmitteln entwickeln Kinder schon früh bestimmte Vorlieben und Abneigungen beim Essen, was häufig zu Auseinandersetzungen am Esstisch führt. Denken Sie daran, auch Erwachsene essen das eine oder andere lieber. Nehmen Sie daher auch das kindliche Empfinden ernst, besonders dann, wenn ein Kind wiederholt sagt, dass es etwas nicht mag.

Nutzen Sie die kindliche Neugier auch beim Essen. Sie entscheiden, was serviert wird, Ihr Kind darf bestimmen, was und wie viel es davon isst. So lässt sich in kleinen Portionen immer wieder etwas Neues ausprobieren. Essen sollte als Genuss erlebt werden und weder Strafe noch Belohnung sein. Und nicht vergessen: Das Auge isst mit! Vielleicht lässt sich aus den Mittagszutaten ein lustiges Tellerbild zaubern. Zum Beispiel mit zwei Kartoffeln als Augen, einer Karotte als Nase und einem Würstchen als Mund.

«Mund auf – Augen zu»

Die Geschmacksdetektive sind unterwegs und versuchen alles zu erschmecken. Lassen Sie Ihr Kind mit geschlossenen Augen herausfinden, was in den Mund gesteckt wird: ein Stück Brot, ein Stück Käse, ein Stück Apfel. Vergessen Sie dabei nicht, an den Geschmack Ihres Kindes zu denken, und geben Sie ihm nur bekannte Lebensmittel und solche, die es mag, blind zum Probieren. Noch spannender wird dieses Experiment, wenn die Nase einmal nicht mithilft: vor dem Probieren die Nase zuerst zudrücken und erst nach ein paar Bissen wieder öffnen.







Illustration Kinder geben sich gegenseitig Essen mit verbundenen Augen

Und die Zunge? Findet sie zum Beispiel heraus, ob die Gurkenscheibe rund oder eckig ist?

Im übertragenen Sinne kommt der Geschmackssinn auch in der Alltagssprache vor: «Ich bin sauer»; «Du musst in den sauren Apfel beissen»; «Da hat dir jemand die Suppe aber gründlich versalzen»; «Diese Geschichte nimmt ein bitteres Ende» oder «Immer muss er seinen Senf dazugeben».

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