Fünf Jahre und sechs Monate
Der Familienalltag besteht aus Hochs und Tiefs, aus Krisen und glücklichen Momenten, aus Chaos und sorgfältiger Planung.
«Vernuddelte» Betten, verstrubbelte Kinder, Brote streichen, Kakao am Boden, klebrige Finger und Türrahmen, zerknitterte Kleider, Kindergartentaschensuche, unerwarteter Anruf, Post erledigen oder endlich in den Garten, hungrige Katze, Einkaufslisten abhaken, mittags Schokolade-statt-Salat-Streit, Diskussion unter Erwachsenen, Türme schmutzigen Geschirrs, Sessel in der Stube zu «Hütte» umfunktioniert, Staubsauger mittendrin, Wäscheberge, Gummitwist vor der Haustüre, Pflaster für Wunde am Knie, Puppenkleider und Spielautos unter dem Teppich, aufräumen, Zeitung lesen, laufende Nasen, Grosseltern vor der Türe, Kühlschrank leer, strahlende Kinderaugen, Kinderspiel, Kinderküsse, Kinderstreit, Kindertrauer, Kinderfragen. Kinder baden, grosses Gelächter, ins Pyjama stecken, Zähne putzen, Partner oder Partnerin kommt später: Sitzung geht länger, Begrüssungskuss vergessen, Tanzkurs? Babysitter krank! Geschichte erzählen, Gutenachtlied, letzter Kuss, Feierabend! Endlich! Oder war da etwa noch was? – «Ich hab noch Duuuuuuuuurst …!»
Solche oder ähnliche Szenen kommen Ihnen sicher bekannt vor. All das und noch viel mehr gehört zum Familienleben, und das steht im Zentrum dieses Elternbriefes. Vom Auf und Ab, von Krisen, glücklichen Momenten und Veränderungen ist die Rede, von der Planung des Tages, von Entscheidungen und Prioritäten. Und der anschliessenden Improvisation, wenn doch wieder alles anders wird. Kurz, die folgenden Beiträge handeln von dem, was Ihnen sozusagen gratis mit dem ersten Kind frei Haus geliefert wurde: vom Familienalltag.