Vier Jahre und drei Monate
Vielen Eltern ist es wichtig, dass die Kindergartenlehrperson ein positives Bild von ihrem Kind hat. Und fragen sich vielleicht, ob sie ihr Kind gut erziehen.
Obwohl immer mehr Kinder eine Kita oder Spielgruppe besuchen, wird die Erziehung für viele Eltern erst mit dem Kindergarteneintritt so richtig «öffentlich». Im Empfinden vieler Eltern wird nun der individuelle, oft spontane und sehr persönliche Umgang mit Kindern durch die Kindergartenlehrperson als Fachperson begutachtet. «Erziehen wir richtig?» oder «Wie kommt mein Kind bei der Kindergartenlehrperson an?», fragen Sie sich jetzt vielleicht. Oder Sie fühlen sich aufgrund eines Gesprächs mit der Kindergartenlehrperson zu dieser Auseinandersetzung herausgefordert.
Lassen Sie sich nicht allzu schnell verunsichern: Ziele und Bedingungen im Kindergarten unterscheiden sich von denen zu Hause und die einzig richtige Erziehung gibt es nicht! Wichtig ist, dass Eltern ihre eigenen erzieherischen Grundsätze hin und wieder überdenken. Wenn der Erziehungsstil für Kind und Eltern stimmt, kann man ruhig dazu stehen und gleichzeitig offen bleiben für Neues. Der andere Stil der Kindergartenlehrperson braucht nicht besser oder schlechter zu sein als der eigene; er ist ganz einfach anders. Kinder verkraften solche Unterschiede.
Was die Kindergartenlehrperson sagt, macht oder meint, wird plötzlich tausendmal wichtiger als die Ansichten von Papa und Mama. Auch wenn Sie selber Mühe haben mit dem Erziehungs- und Arbeitsstil der Kindergartenlehrperson: Schwärmen ist normal und zeigt, dass sich Ihr Kind bei ihr wohlfühlt. Und nicht immer müssen Sympathien und Antipathien von Eltern und Kind übereinstimmen!