2. Monat
Draussen sein ist für die Entwicklung eines Babys wichtig. Zugleich reagiert es auf Sonnenbestrahlung. Wissenswertes, um Säuglinge vor Sonne und UV-Strahlen, Wärme und Kälte zu schützen.
Das Geniessen von Luft und Sonne hat auch Schattenseiten. Der im Wachsen begriffene Organismus des Kindes reagiert besonders empfindlich auf Schadstoffe in der Luft sowie auf Sonnenbestrahlung. Kleine Kinder haben eine dünnere Haut als Erwachsene, und die schädlichen UV-Strahlen der Sonne können dadurch tiefer eindringen. Zudem sind die Schutzmechanismen der Haut noch ungenügend ausgebildet. Babys müssen deshalb besonders gut vor der Sonne geschützt werden.
Im Hochsommer gehören Babys von 11 bis 15 Uhr nicht ins Freie, auch nicht in den Schatten. Apropos Schatten: Eine Stoffwindel als Sonnenschutz am Kinderwagen sorgt zwar für Schatten, schützt aber sehr schlecht vor UV-Strahlen. Besser schützt ein sogenanntes Sonnensegel aus dem Fachhandel.
Kinder unter einem Jahr sollten nie der direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt sein. Halten Sie sich, wenn immer möglich, im Schatten auf und schützen Sie Ihr Kind mit leichter Bekleidung aus Baumwolle und einer Kopfbedeckung (geeignet sind Sonnenhüte mit breitem Rand, die das ganze Gesicht, die Ohren und auch die Nackenpartie schützen).
Sonnenschutzcreme kann die empfindliche Babyhaut reizen und Allergien auslösen. Verwenden Sie daher nur Sonnencreme ohne chemische Filter auf Basis von Mikropigmenten.
Trotz diesen Einschränkungen sollten Sie es nicht unterlassen, mit Ihrem Baby aus dem Haus zu gehen. Das gibt Ihnen auch Gelegenheit, Kontakte zu anderen Müttern und Vätern zu knüpfen und neue Beziehungen entstehen zu lassen. Gerade jetzt, wo so vieles auf einmal und zum ersten Mal geschieht, kann ein Gespräch mit anderen Eltern guttun.
Säuglinge werden häufiger zu warm als zu kalt angezogen. Dies schränkt nicht nur ihre Bewegungsfreiheit ein, sondern kann zu einer Art Hitzestau führen mit «Hitzebibeli» oder sogar erhöhter Temperatur. Wird Ihr Kind quengelig, so hat es vielleicht zu warm (sein Kopf ist heiss und gerötet) oder zu kalt (sein Körper fühlt sich kühl an). Kühle Hände und Füsse bedeuten nicht unbedingt, dass das Kind zu kalt hat.
Wenn Neugeborene plötzlich zu niesen beginnen, ist dies ihre Art, die Nase zu säubern. Es kann auch vorkommen, dass ein Baby «karchelt». Damit versucht das Baby, Schleim aus dem Kehlkopf zu entfernen. Sie können leicht auf seinen Rücken oder seine Brust klopfen, um ihm zu helfen.
In beiden Fällen sind Babys also nicht erkältet und brauchen weder Nasentropfen noch müssen sie auf einen Spaziergang an der frischen Luft oder auf ein Bad verzichten. Säuglinge geniessen «Vollbäder» in der Luft und im warmen Wasser. Und ohne einengende Kleider macht das Strampeln noch viel mehr Spass.