Un papà gioca con il suo bambino.

Die Welt entdecken

3. Monat

Mit Händen und Füssen und all seinen Sinnen erforscht ein Baby die Welt. Jeden Tag entdeckt es etwas Neues und interessiert sich immer mehr für das, was rundherum geschieht. Um die vielen Eindrücke zu verdauen, braucht das Kind zwischendurch aber auch Zeit und Ruhe.

Wenn das Baby im Bett oder auf dem Wickeltisch liegt, fixiert es mit dem Blick seine Hände. Manchmal erwischt es einen Zipfel Stoff oder hält Ihren Finger fest. Was zunächst zufällig geschieht, wird langsam zum Spiel, wird immer öfter wiederholt. Wenn das Baby so beschäftigt ist, sollten Sie nicht eingreifen. Schauen Sie zu und freuen Sie sich, wie es mit Händen und Füssen und all seinen Sinnen die Welt erforscht und jeden Tag etwas Neues entdeckt.

Immer stärker interessiert sich Ihr Kind für alles um sich herum. Bewegungen, Konturen, Geräusche sind neu und aufregend. Auf dem Gesicht spiegeln sich Staunen, Überraschung, Freude. Schnell jedoch ist seine Aufmerksamkeit gesättigt. Dann ist es Zeit, innezuhalten und dem Baby Gelegenheit zu geben, sich zurückzuziehen, auszuruhen und all die vielen Eindrücke zu verdauen und zu ordnen.

Spielen ist lustvoll und anstrengend

Über immer grössere Zeiträume hinweg kann Ihr Kind schon wach sein. Zeiträume, die nicht mehr allein mit Trinken, Baden, Ankleiden, Wickeln und Schmusen gefüllt sind, sondern auch Gelegenheit bieten zum Plaudern und für einfachste Greif- und Tastspiele.

Spielen ist lustvoll, aber auch anstrengend. Betrachten, lauschen, sich selber mit Lauten oder Strampeln mitteilen – das macht müde. Wer übermüdet oder zu stark angeregt ist, kann nicht so leicht einschlafen. Das geht den Säuglingen genauso wie den Erwachsenen.

Anzeichen für Müdigkeit

Wo zu viel Aufregung den entspannten Schlaf verhindert, fehlt die Energie für die nächsten Abenteuer. Deshalb gilt: Ein Kind braucht Anregungen, aber auch Musse, Zeit für sich selber. Beobachten Sie die Reaktionen Ihres Kindes. Augenreiben, Abwenden des Blicks oder ein veränderter Ausdruck der Augen können darauf hinweisen, dass es Erholung braucht.

Müdigkeit kann sich aber auch in grosser Aktivität und Überdrehtheit zeigen und schnell in starkes Schreien übergehen. Nehmen Sie diese Signale wahr und lassen Sie Ihr Kind zum richtigen Zeitpunkt wieder zur Ruhe kommen.

Eigenes Entwicklungstempo

Jedes Kind hat sein eigenes Entwicklungstempo. Genau zum richtigen Zeitpunkt folgt der nächste Entwicklungsschritt – beim einen Baby früher, beim anderen etwas später.

Ihr Kind ist in den letzten Wochen deutlich gewachsen. Es ist kräftiger geworden und kann vielleicht sogar für einige Augenblicke den Kopf hochhalten. Ganz von sich aus wird es dies immer wieder üben. Aktive Unterstützung braucht es dabei nicht. Wertvolle Mithilfe leisten Sie, wenn Sie Ihrem Kind Raum und vor allem Zeit lassen, sich in seinem Tempo zu entwickeln.







Illustration Das Baby entdeckt den eigenen Fuss.

Stimmung und Tonfall

An keinem anderen Geräusch ist Ihr Kind so interessiert wie an Ihrer Stimme. Wenn Sie mit Ihrem Baby plaudern, kommt es weniger darauf an, was sie ihm erzählen, sondern viel mehr auf Ihre Stimmung und Ihren Tonfall.

Ihr Kind versucht, die verschiedenen Laute, die Bewegung Ihrer Lippen, den Klang Ihrer Stimme mit Ihrer Person in Zusammenhang zu bringen. Summen Sie eine Melodie, singen Sie ein Lied oder kommentieren Sie, was Sie gerade tun.

Tägliche Plaudereien

Begleiten Sie tägliche Handlungen wie Wickeln und Baden mit Plaudereien, auch wenn das Gespräch noch etwas einseitig bleibt. Haben Sie schon bemerkt, dass Sie ganz anders zum Baby sprechen als zu Erwachsenen? Die Sprache ist langsamer, einfacher, deutlicher, mit häufigen Wiederholungen, einer erhöhten Stimmlage und ausgeprägter Mimik.

Diese «Babysprache» hat sehr wohl ihren Sinn und ist nicht nur Ausdruck elterlicher Begeisterung. Der Säugling braucht noch viel Zeit, um Sinneseindrücke aufzunehmen und zu verarbeiten. Auch Ihr Gesicht und Ihre Stimme werden ihm besser vertraut, wenn er Zeit hat, sich diese einzuprägen.

Laute und Töne

Viele Kinder beginnen jetzt auch, das Zusammenspiel von Gaumen, Lippen und Zunge zu üben. Sie probieren erste Laute aus, sind selber davon überrascht und versuchen herauszufinden, woher die Töne kommen. Schon wieder ein neues Spiel, das man endlos variieren kann.

Babys bereitet es besondere Freude, wenn die Eltern ihre Laute nachahmen und wiederholen. Es gibt Säuglinge, die bereits jetzt mit Lauten antworten, wenn mit ihnen gesprochen wird oder wenn sie Musik hören.

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