Bebè con la mamma all’aperto

Die Welt begreifen

7. Monat

Mit all seinen Sinnen entwickelt das Kind ein Verständnis für seine Umwelt. Es greift mit den Händen nach Dingen und nimmt sie in den Mund. Es reagiert auf Geräusche, schaut sich um und beobachtet. Ermöglichen Sie Ihrem Kind vielfältige Erfahrungen.

Um die Welt Stück für Stück zu begreifen, ist es für Ihr Kind sehr wichtig, dass es Sachen mit den Händen und dem Mund ergründen kann. So wird der kugelrunde Stoffball mit beiden Händen gepackt, zum weiteren Erforschen an die Lippen geführt und, bevor er wieder fallen gelassen wird, noch kräftig geschüttelt, da die kleine Glocke darin so wunderbar bimmelt.

Dieses sinnliche Erkunden eröffnet dem Säugling das Verständnis für die gegenständliche Umwelt. Geben Sie ihm daher ausreichend Gelegenheit, mit ungefährlichen Gegenständen aus verschiedenen Materialien vielfältige Erfahrungen zu machen.

Nach Dingen greifen

Bis jetzt wird Ihr Kind noch mit beiden Händen nach einem Spielzeug oder Gegenstand gegriffen haben, zunehmend wird es ihm nun gelingen, einhändig zuzugreifen. Zeigen Sie dem Baby zum Beispiel zwei Stoffbälle. Nimmt es den einen und kann es auch den anderen halten, wenn Sie ihn in seine zweite freie Hand legen? Greift es aber selbst nach dem zweiten Stoffball, lässt es den ersten höchstwahrscheinlich fallen, da es ihm noch nicht immer gelingt, die Hände unabhängig voneinander zu öffnen.

Mit dem einhändigen Greifen wird Ihr Sohn oder Ihre Tochter auch die Fähigkeit entwickeln, Gegenstände von einer Hand in die andere zu geben, was seine Spiel- und Handlungsmöglichkeiten wiederum erweitert und ihm neue Wege öffnet, die Welt zu entdecken und zu erfassen. Lassen Sie Ihrem Kind Zeit, das Greifen selbstständig zu üben, und freuen Sie sich mit ihm über seine wachsende Fingerfertigkeit und Geschicklichkeit.

Ganz Ohr sein

Es ist interessant, zu beobachten, wie das Kind auf Geräusche reagiert: Hört es beispielsweise eine neue Stimme oder Musik, dreht es den Kopf und wendet den Blick in die Richtung, aus der der Ton kommt. Wenn Sie mit Ihrem Kind plaudern, antwortet es auf seine Weise. Sein Plappern wird reichhaltiger, lebhafter und bewegt sich in verschiedenen Tonhöhen und Lautstärken. Wenn sich das Kind rundum wohlfühlt, kann es lauthals lachen! Falls Sie beobachten sollten, dass Ihr Kind regelmässig erschrickt, wenn Sie an sein Bett treten, oder das Plaudern abnimmt, besteht der Verdacht, dass Ihr Kind nicht richtig hört. Melden Sie solche Beobachtungen Ihrem Kinderarzt, Ihrer Kinderärztin. Je früher eine Hörstörung entdeckt und behandelt wird, desto besser werden sich Gehör und Sprache des Kindes trotz der Beeinträchtigung entwickeln.

Erste Abenteuer

Für Ihr Kind wird die Welt ausserhalb des Bettchens oder des Stubenwagens nun immer reizvoller. Um den Ausblick auf die weitere Umgebung zu geniessen, möchte es sich aufrichten. Wenn Sie dem Kind einen Finger hinhalten, versucht es, sich daran hochzuziehen und hebt den Kopf. Erstaunlich, welche Kraft es schon entwickelt hat.

Wenn Sie ihm den Rücken gut stützen, blickt es freudig und neugierig um sich! Bitte forcieren Sie aber nichts, lassen Sie Ihrem Baby Zeit. Es genügt, ihm bei seinen Bemühungen zu helfen und seine Bewegungen zu unterstützen.

Welche Wagenrichtung?







Mutter läuft mit Kind im Kinderwagen.

Auch bei Ausflügen im Kinderwagen stellt sich die Frage, ob der Zeitpunkt gekommen ist, den Wagen umzustellen. Soll das Kind seinen Blick schon nach vorne richten und in die Welt hinausschauen? Oder braucht es noch den Augenkontakt und die emotionale Nähe zu den Eltern?

Meist sind Kinder in diesem Alter fasziniert von dem, was sie sehen. Allerdings kann Ihr Kind auch überfordert sein, weil es zu viele Eindrücke verarbeiten muss. Aus seiner Perspektive wirkt es womöglich beängstigend, wenn Autos so nahe vorbeifahren, es in einer Menschenmenge vor Beinen nur so wimmelt oder ein riesig wirkender Hund sich schnuppernd nähert.

Genau beobachten

Wichtig ist also, dass Sie Ihr Baby genau beobachten, damit Sie erkennen, was es braucht. Je nach Veranlagung beginnt es sich vielleicht schon früh für seine Umgebung zu interessieren. Möglich ist aber auch, dass Ihr Kind Sie sehen möchte und noch eine Weile die Gewissheit braucht, dass Sie da sind.

Beim Spaziergang sollten Sie – unabhängig von der Wagenrichtung – immer wieder einen Halt machen, damit Ihr Kind Gelegenheit zum Staunen und Beobachten hat. Spielende Kinder, eine Katze, die sich putzt, oder ein Bagger, der ein Loch gräbt, kurz, alles, was sich bewegt, nimmt die ganze Aufmerksamkeit in Anspruch. Entscheiden Sie je nach Situation, was für Ihre Tochter, Ihren Sohn gut ist.

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