Bebè sdraiato sveglio e contento.

Und übrigens ... Wissenswertes für den Alltag

2. Monat

Immer wieder tauchen bei Eltern Fragen auf. Viele davon drehen sich um Gesundheit und Entwicklung des Babys. In diesem «Und übrigens» erfahren Sie unter anderem mehr über Babys und Haustiere, Schielen beim Baby sowie Impfen und wie Sie Erschöpfung entgegenwirken.

Kopfhaltung beim Liegen

Alle Babys haben eine bevorzugte Seite für ihre Kopflage. Dreht ein Kind den Kopf jedoch immer auf die gleiche Seite, kann dies mit der Zeit zu einer Abflachung des Hinterkopfs und einer schiefen Körperhaltung führen.

Wenn Sie beobachten, dass Ihr Kind in Rückenlage fast ausschliesslich nach rechts oder nach links schaut, können Sie es im wachen Zustand abwechselnd auf den Bauch und in die Seitenlage legen. Ändert es die Kopfhaltung nicht, sollten Sie Ihre Beobachtung mit der Kinderärztin, dem Kinderarzt besprechen.

Vorsicht kommt vor dem Fall

Lassen Sie Ihr Kind nie allein auf dem Wickeltisch liegen. Auch nicht für kurze Zeit, um schnell an die Tür oder ans Telefon zu gehen oder etwas Vergessenes zu holen. Nehmen Sie das Baby mit oder legen Sie es unterdessen auf den Boden oder ins Kinderbett.

Der Moment, in dem Ihr Kind sich umdreht und herunterfallen könnte, kommt plötzlich und meist früher als erwartet.

Empfindliche Haut

Es gibt Säuglinge, die schnell wunde Haut, Ausschläge oder rote Flecken bekommen. Das kann harmlos sein, aber manchmal reagiert die Haut besonders empfindlich auf bestimmte Stoffe, zum Beispiel auf Wolle, künstliche Textilfasern, Waschmittel. Verwenden Sie Waschmittel auf Seifenbasis ohne Parfümzusätze. Weichspüler dürfen für die Babywäsche nicht verwendet werden. Auch darf die Waschmaschine nicht überfüllt werden, und das Waschmittel muss richtig dosiert sein. Sowohl Über- als auch Unterdosierungen können zu Hautreizungen führen.

Manchmal sind Papierwindeln oder Windeleinlagen schuld an Irritationen der Haut. Fragen und Probleme in diesem Zusammenhang können Sie mit Ihrer Hebamme, der Mütter- und Väterberatung oder dem Kinderarzt, der Kinderärztin besprechen. Kinder werden immer häufiger von Allergien geplagt. Wenn Ihnen bekannt ist, dass in Ihrer Familie ein bestimmtes Risiko vorhanden ist, konsultieren Sie frühzeitig Ihre Kinderärztin, Ihren Kinderarzt, damit Sie schon jetzt etwas zur Vorbeugung tun können.

Baby und Haustier

Wenn Sie bereits vor der Ankunft Ihres Kindes Ihr Zuhause mit einem bellenden oder miauenden Vierbeiner geteilt haben, sind Sie zurzeit doppelt gefordert: Hunde, Katzen und Babys können ihre Empfindungen nicht in Worten ausdrücken. Also heisst es für Sie: beobachten, wahrnehmen, verstehen und die Begegnung von Mensch und Tier aufmerksam begleiten. Die folgenden Tipps unterstützen Sie dabei:

  • Lassen Sie Ihren Vierbeiner das neue Familienmitglied beschnuppern und kennenlernen. Bei alltäglichen Verrichtungen mit dem Baby kann er immer dabei sein – aber nur in Ihrer Anwesenheit.

  • Genau wie Ihr Kind braucht Ihr Haustier genügend Aufmerksamkeit, damit es nicht eifersüchtig wird. Sie können auch tierliebende Nachbarn, Freunde oder Tiersitter um Unterstützung bitten.

  • Egal, wie lieb Ihr Hund oder Ihre Katze ist: Lassen Sie Ihr Haustier nie unbeaufsichtigt bei Ihrem Kind! Katzen legen sich gerne mit ins «Körbchen», da sie Wärme lieben. Das ist nicht ungefährlich, weil die Katze dem Baby unter Umständen die Atemwege blockieren und dieses sich nicht wehren oder bemerkbar machen kann .







Illustration Zwei Kinder mit Hund und Katze.

Auffälligkeiten beim Sehen

Falls Ihr Kind konstant schielt, ist eine ärztliche Abklärung nötig. Normal ist jedoch, wenn sich die Augen eines Neugeborenen bis zum sechsten Monat für kurze Zeiten unabhängig voneinander bewegen. Später sollten sich die Augen des Kindes konstant parallel ausrichten.

Geschieht das nicht und die Augen «wandern», weist das auf eine Unausgewogenheit der Augenmuskeln hin oder es ist eine Sehschwäche vorhanden. Hält das zeitweise Schielen nach dem sechsten Monat an, ist eine medizinische Abklärung beim Kinderarzt, bei der Kinderärztin zu empfehlen.

Schutz vor Infektionskrankheiten

Während der Schwangerschaft werden Abwehrkörper von der Mutter auf das Kind übertragen. Diese bieten während der ersten Lebensmonate einen gewissen Schutz vor allem gegen virale Infektionen, weniger jedoch gegen bakterielle. Fremde Erwachsene und Kinder, die erkältet sind, sollten deshalb den nahen Kontakt mit einem Säugling vermeiden.

Impfen

Gemäss des offiziellen Impfplans des Bundesamtes für Gesundheit sind die ersten Impfungen ab dem zweiten Lebensmonat vorgesehen. Impfungen sind grundsätzlich sehr sicher. Sie schützen vor Krankheiten und können Leben retten. Informieren Sie sich vor der Festlegung eines Impftermins über die aktuell empfohlenen Impfungen.

Suchen Sie bei Fragen vorgängig das Gespräch mit dem Kinderarzt, der Kinderärztin. Die Entscheidung, was wann geimpft wird, liegt bei Ihnen. Besprechen Sie, welcher Impfzeitpunkt für Ihr Kind geeignet ist. Beim Impfen sollte Ihr Kind gesund sein. Verschieben Sie deshalb einen bereits vereinbarten Impftermin, wenn Ihr Baby krank ist.

Rückbildung

Durch die Schwangerschaft wurden die Bänder und Muskeln stark belastet. Der Körper der Frau hat unglaubliches geleistet, braucht längerfristig jedoch ein bisschen Hilfe, um wieder «zu sich zu finden». Deshalb sollten Mütter nach der Geburt ein Rückbildungstraining besuchen. Dabei wird der ganze Körper, insbesondere aber Beckenboden und Rumpfmuskulatur trainiert. Dies hilft, späterer Blasenschwäche vorzubeugen. Einen solchen Kurs sollte man nicht zu früh nach der Geburt starten: zuerst den Körper etwas ruhen und sich erholen lassen, und frühestens etwa sechs Wochen nach der Geburt damit beginnen. Besprechen Sie den idealen Zeitpunkt am besten mit Ihrem Frauenarzt, Ihrer Frauenärztin oder Ihrer Hebamme. Ein Rückbildungskurs ist auch für Frauen, die per Kaiserschnitt entbunden haben, wichtig.

Film: Eltern zwischen Freude und Erschöpfung

Fachpersonen informieren über Ursachen und Symptome nachgeburtlicher Erschöpfung und depressiver Verstimmungen. Eltern erfahren mehr über vorbeugende Massnahmen, die Gestaltung des Alltags und mögliche Hilfeleistungen. Sorgsam, respektvoll und mit grossem Einfühlungsvermögen wird in diesem Film ein kaum beleuchteter Alltag von Müttern und Vätern nach einer Geburt gezeigt.

DVD, 2008

Herausgeber: Familien- und Frauengesundheit FFG-Videoproduktion Sarnen, Tel. 041 240 63 40.

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