4. Monat
Haben Sie bemerkt, dass Ihr Baby Sie aufmerksam betrachtet, wenn Sie mit ihm sprechen, dass es mit Armen und Beinen zu strampeln beginnt? Das Lallen, Glucksen und Strampeln ist ebenso Sprache wie das Gebrüll, wenn Ihr Kind Hunger hat, oder sein Wimmern, wenn ihm etwas fehlt.
Bestimmt sind Ihnen die Ausdrucksweisen Ihres Sohnes oder Ihrer Tochter inzwischen schon viel vertrauter. Umgekehrt erkennt auch Ihr Kind Ihre Stimme immer besser. Erzählen Sie ihm, was Ihnen durch den Kopf geht, was Sie erleben, was Sie sehen und hören.
Es dauert zwar noch lange, bis es «richtig» sprechen kann, aber mit jedem Tag rückt dieser grosse Moment näher. Es muss immer wieder sehen und hören, wie die Laute gebildet werden, und diese mit begeistertem Lallen und Quietschen nachahmen, bis es zu seiner Mutter- und Vatersprache findet.
Wenn Sie zweisprachig sind, wenn Vater und Mutter je eine andere Sprache sprechen, ist das für Ihr Kind eine Chance, mühelos eine zweite Sprache zu erlernen. Es verbindet die Person, die spricht, und die von ihr gesprochene Sprache zu einer Einheit.
Sie sollten deshalb, wenn Sie sich direkt an das Kind wenden, immer diejenige Sprache sprechen, in der Sie sich am wohlsten fühlen. Singen Sie auch Lieder und sprechen Sie Verse in Ihrer Muttersprache! Das bringt Stimmung und Abwechslung für Klein und Gross, erhält die eigene Sprachkultur und fördert beim Kind das Gefühl für Sprachmelodie und Sprechrhythmus.