Una mamma e il suo bimbo si abbracciano forte.

«… machen wir Frieden!?»

Fünf Jahre und neun Monate

Kinder schliessen meist schnell wieder Frieden und erwarten das Gleiche von den Eltern. Dabei ist eine aktive Wiedergutmachung wichtig.

Frieden schliessen verlangt ein hohes Mass an Aufrichtigkeit, Grosszügigkeit und Zuneigung von allen Seiten! Gerade Kinder sind selten nachtragend und versöhnen sich, selbst wenn die Fetzen fliegen, meist bald wieder. Unverständlich und belastend ist es für Kinder deshalb, wenn Eltern sie stundenlang strafend ignorieren. Sie sind dankbar, wenn auch Eltern ihnen schnell verzeihen und einen Schlussstrich unter einen Konflikt ziehen.

Vielen Kindern ist dabei eine aktive Wiedergutmachung wichtig, denn es entlastet sie und reinigt die «dicke Luft» nach dem Streit. Manchmal versöhnt man sich mit einem ehrlichen «Tut mir leid», ob von Seiten der Eltern oder der Kinder. Ein Händedruck, eine Umarmung zum «Chum, mer wend’s wider guet haa!» unterstreicht den Wunsch, Frieden zu schliessen. Gemeinsames «Wir-vertragen-uns-wieder-Eis-schlecken» ist eine ebenso gute Alternative. Manchmal braucht es dazu allerdings etwas Zeit, einen Moment der Ruhe, ein bisschen Abstand. Gerade, wenn der Streit Gefühle brodeln liess, kann vielleicht erst abends am Bettrand wieder entspannter geredet werden.

Übrigens: Um Frieden zu schliessen, muss man nicht immer und in jedem Fall gleicher Auffassung sein. Mit etwas Toleranz und Humor von allen Beteiligten ist es möglich, unterschiedliche Meinungen nebeneinander stehen zu lassen. Oder man kann grössere familiäre Fragen mal an einer Familiengesprächsrunde besprechen und Kinder in die Lösungssuche miteinbeziehen.

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