Un bimbo piccolo di fronte alla lavastoviglie.

Die ersten Schritte

Ein Jahr und zwei Monate

Im Alter von 13, 14 Monaten gelingt es vielen Kindern erstmals, frei zu gehen. Es muss Sie aber nicht beunruhigen, wenn dies bei Ihrem Kind noch nicht der Fall ist.

«Was, es kann schon gehen?», «Kann es noch nicht gehen?» Solche Bemerkungen bekommen Eltern oft zu hören. Sie zeigen, dass das freie Gehen als ein auffallender Entwicklungsschritt von der Umwelt wahrgenommen wird. Manche Kinder lassen sich Zeit und laufen erst mit 18 Monaten oder noch später. Es ist eine Frage der Reife, wann ein Kind die ersten Schritte macht. Dieser Reifungsprozess lässt sich durch Üben nicht beschleunigen. Messen Sie dem Zeitpunkt des Gehens nicht zu viel Bedeutung bei: Manche Kinder gehen früh, andere sind sprachlich weiter und wieder andere sind feinmotorisch schon recht geschickt.

Üben, üben, üben …

Wenn das Kind die ersten freien Schritte wagt, mischt sich in die Freude über den neuen Entwicklungsschritt auch bald die Erkenntnis, dass einmal mehr ein neues Kapitel im Elternleben beginnt. Die neu gewonnene Fertigkeit möchte nämlich von morgens bis abends geübt werden. Manche Kinder sind damit so beschäftigt, dass gar keine anderen Spiele mehr Platz haben. Vor lauter Faszination an der neu erlernten Fortbewegungsart kann zum Beispiel das Plappern und Plaudern plötzlich zweitrangig sein. Machen Sie sich darüber keine Sorgen – Ihr Kind wird noch früh genug die richtigen Worte für all die Sachen finden, denen es auf seinen Entdeckungstouren begegnet.

Kleine Dauerläuferinnen und Dauerläufer brauchen viel Bewegungsraum, im Haus und im Freien. Übung macht den Meister; je mehr Übungsmöglichkeiten Ihr Kind hat, desto geschickter wird es. Glatte Böden, Teppichränder, kleine Absätze, Kieswege sind am Anfang noch schwer überwindbare Stolpersteine. Dank unablässigem Ausprobieren werden sie bald routiniert bewältigt.

Wagt sich Ihr Kind schon an kleinere oder grössere Kletterpartien? Seien Sie nicht zu ängstlich und verfolgen Sie das Geschehen, ohne sofort vorbeugend einzugreifen. Haben Sie Vertrauen in Ihr Kind und beobachten Sie, wie geschickt es sich schon verhält. Ein Kind, dem man alle Schwierigkeiten aus dem Weg räumt oder aus Angst vor Verletzungen alles verbietet, wird sich mit der Zeit immer weniger zutrauen. Schliesslich rechnet es stets mit Hilfe und Unterstützung anderer.

Warum Bewegung so wichtig ist

Kleinkinder haben einen grossen Bewegungsdrang. Deshalb sollten sie nicht zu viel Zeit im Kinderwagen, Hochstuhl oder generell im Sitzen verbringen. Unterstützen Sie die Lust und Freude an der Bewegung. Dadurch werden Kinder nicht nur körperlich beweglich, sondern auch emotional und geistig! Kinder machen über ihren Körper und über die Sinneswahrnehmung elementare Erfahrungen und eignen sich dabei immer mehr Fertigkeiten an. Beim Greifen, Werfen, Drehen, Rollen, Krabbeln, Hochziehen, Laufen, Schaukeln und später beim Balancieren, Klettern, Springen, Hüpfen, Tanzen und Rennen üben sie sich in ihrer Geschicklichkeit, Koordination, Ausdauer, Reaktionsgeschwindigkeit, im Gleichgewichtsgefühl, in der Formvorstellung und räumlichen Orientierung.

Spielerisch erweitern sie so ihre Bewegungsmöglichkeiten. Vom Kopf bis zu den Zehen- und Fingerspitzen entwickeln sich Körpergefühl, Denkfähigkeit und die Beziehung zum eigenen «Ich». Versuchen Sie darum, Ihrem Kind sowohl in den eigenen vier Wänden als auch in der freien Natur möglichst viel Raum und Möglichkeiten zum Bewegen zu geben.







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Zu Hause könnten zum Beispiel Laufgitter, kleine Tische, niedrige Sofas, Matratzen, Kissen, Schachteln und so weiter zu einer Bewegungslandschaft zusammengestellt werden. Das Spiel im Freien bietet mehr Bewegungsraum und ermöglicht Kindern eine unmittelbare, an Erlebnissen reiche Begegnung mit der Natur und ihren Elementen. Die Natur ist ein einziger grosser Abenteuerspielplatz mit einer Fülle von kostenlosem Spielmaterial, und das – mit den richtigen Kleidern – zu jeder Jahreszeit!

Trost ist oft nötig

Zum Laufen lernen gehören kleine Stürze und dementsprechend gibt es immer wieder Tränen. Ehrliche Anteilnahme und ausgiebiger Trost sind in diesen Momenten wichtig: Tränen abtrocknen und den Schmerz wegpusten … Oft wirkt ein schönes, farbiges Pflaster wahre Wunder! Auch ein Lied oder ein Vers lassen den Schmerz rasch vergessen. Dass weinende kleine Jungen genauso wie weinende kleine Mädchen getröstet werden wollen, sollte selbstverständlich sein. Trösten Sie das Kind auch dann, wenn Ihnen sein Weinen übertrieben vorkommt. Wenn Sie an seine Tapferkeit appellieren und ihm mit Sprüchen begegnen wie: «Wegen so etwas weint man doch nicht, das ist doch nicht schlimm, das tut doch nicht weh», fühlt sich das Kind vermutlich unverstanden und wird noch mehr weinen. Kindern kann es helfen, wenn Sie ganz konkret das erlebte Gefühl ansprechen: «Gell, du bist erschrocken? Das kann ich gut verstehen, komm wir blasen den Schreck zusammen weg.» Nehmen Sie die Gefühle Ihres Kindes ernst, ohne die Situation zu dramatisieren.







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Trostverse

Puste, puste, puste, Wind (pusten)

fort die Tränen ganz geschwind,
will dir was ins Öhrchen sagen (geheimnisvoll flüstern)
und dich sacht im Kreise tragen

puste, puste, puste, Wind (pusten)

hui, da lacht mein liebes Kind.

Er blast und blast und blast, dä Wind

jagd Träne furt, ganz tifig gschwind

is Ohr wött ich dir öppis säge
und dich ganz fin im Chreis umeträge

er blast und blast und blast, dä Wind

hui, da lacht mis liebe Chind!

Heile, heile Spätzchen,
wo tuts weh, mein Schätzchen?

Komm, wir machen einen Tanz,

morgen ist alles wieder ganz.

Heile, heile Spätzli,
wo tuets weh, mis Schätzli?

Chumm, mir mached grad än Tanz,

und morn isch alles wieder ganz.

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