Il pediatra visita il bebè malato.

Auch Unwohlsein und Krankheit gehören zum Leben

6. Monat

Verschiedene Reaktionen können auf eine Störung der Gesundheit hindeuten: Fieber, Schnupfen, Husten, Durchfall, Erbrechen, Unruhe. Wichtig ist jedoch das gesamte Verhalten des Babys: Wenn es normal trinkt, lacht, zunimmt, spielt, ist es kaum schwer krank, auch wenn es Fieber hat.

Genaue Beobachtungen sind wichtig für die Information des Kinderarztes, der Kinderärztin. Im Allgemeinen verfügen Mütter und Väter über ein gutes Gefühl für die Schwere der Krankheit ihres Kindes. Wenden Sie sich im Zweifelsfall aber lieber einmal zu viel als zu wenig an eine Fachperson.

Fieber und Krankheitssymptome

Fieber ist eine gesunde Abwehrreaktion und muss Ihnen zunächst keine Angst machen. 37,5 bis 38,4°C (im After gemessen) ist erhöhte Temperatur und sollte nicht bekämpft werden, denn sie unterstützt die Krankheitsabwehr.

Messen Sie beim kleinen Kind das Fieber mit einem Digitalthermometer im After. Fetten Sie dazu die Thermometerspitze mit Vaseline ein und führen Sie diese sorgfältig etwa zwei Zentimeter tief in den Darm ein. Lesen Sie die Temperatur ab, wenn das Thermometer Ihnen das Signal dazu gibt.

Fieber senken beim Baby

Bei hohem Fieber können Sie mit Beinwickeln das Fieber senken (Beinwickel nur anwenden, wenn das Kind warme Beine und Füsse hat). Tauchen Sie eine Gazewindel in kühles Wasser, dem Sie ein wenig Essig oder Zitronensaft beigeben. Drücken Sie die Windel aus und wickeln Sie diese um Wade und Fuss des Kindes. Umwickeln Sie das Ganze mit einem Frottee- oder Wolltuch. Falls die Füsse des Kindes sich nach etwa zehn Minuten immer noch heiss anfühlen, erneuern Sie den Wickel. Kontrollieren Sie anschliessend die Temperatur mit dem Fiebermesser.

Manchmal sind nach ärztlicher Verordnung auch fiebersenkende Medikamente angezeigt. Wenn der Allgemeinzustand der kleinen Patientin oder des kleinen Patienten immer schlechter wird und Sie beunruhigt sind, konsultieren Sie auf jeden Fall Ihre Kinderärztin, Ihren Kinderarzt oder ausserhalb der Sprechstunde den Notfalldienst.







Illustration Eltern rufen einen Beratungsdienst an.

Krankes Kind und berufstätige Eltern

Wenn beide Elternteile berufstätig sind, haben sowohl die Mutter als auch der Vater das Recht, bei Krankheit eines Kindes bis zu drei Tage (pro Krankheitsfall) dem Arbeitsplatz fernzubleiben. Für diese drei Tage wird der Lohn meist bezahlt. Zur Bescheinigung muss in der Regel ein Arztzeugnis vorgelegt werden.

Falls Ihr Kind die Krippe besucht oder von einer Tagesfamilie betreut wird, empfiehlt es sich, sich rechtzeitig abzusprechen, ob und wie die Betreuung im Krankheitsfall sichergestellt ist. Im Prinzip werden kranke Kinder wegen der Ansteckungsgefahr nicht in der Krippe betreut. In diesem Fall ist es gut, wenn eine Person, die mit Ihrem Kind bereits vertraut ist, einspringen kann.

Vom Umgang mit kranken Kindern

Kranke Kinder sind oft appetitlos; dies ist kein Grund zur Sorge. Wichtiger ist, dass das Kind trinkt, vor allem, wenn es Fieber hat. Bieten Sie ihm deshalb immer wieder Muttermilch oder verdünnte Schoppenmilch an, «Schoppenkindern» zusätzlich abgekochtes Wasser oder ungesüssten Tee. Kranke Kinder sind oft quengelig und mürrisch. Sie brauchen Geduld, viel Zeit, Ruhe und körperliche Nähe.

Baby-Apotheke

Bewahren Sie die folgenden Dinge für Kinder unerreichbar in einem eigenen Schrank oder Fach auf:

  • hautfreundliche und luftdurchlässige Pflaster für kleine Verletzungen sowie sterile Gazetupfer
  • ein Wunddesinfektionsmittel
  • Fieberthermometer
  • Fieber- und Schmerzzäpfchen für Notfälle (dem Gewicht des Babys angepasst)
  • physiologische Kochsalzlösung (Portionenpackungen in Supermärkten, Apotheken und Drogerien erhältlich)

Verwenden Sie Wasser oder Muttermilch zum Auswaschen verklebter Augen. Kamillentee kann allergiefördernd sein.

Schnupfen

«Karcheln» durch die Nase, Geräusche beim Atmen, kleine Schleimabsonderungen sind oft eine Folge der noch engen Nasengänge und brauchen keine Behandlung. Ein richtiger Schnupfen jedoch kann der Beginn einer Krankheit sein. Verstopfte Nasengänge erschweren die Nahrungsaufnahme. Sie können das Wohlbefinden beeinträchtigen und das Entstehen von Mittelohrentzündungen begünstigen.

Nasentropfen und -sprays sind für die feine Nasenschleimhaut des Kindes ungünstig. Sie sind deshalb nicht über einen längeren Zeitraum zu empfehlen. Das Spülen der Nase mit einer physiologischen Kochsalzlösung (erhältlich in Supermärkten, Apotheken und Drogerien) kann jedoch die Beschwerden mildern und die verstopfte Nase befreien.

Hausmittel gegen Schnupfen

Auch das Hochlagern des Oberkörpers Ihres Kindes sowie das Aufhängen einer rohen, gehackten Zwiebel in einem kleinen Beutel neben oder über dem Bett verschaffen Ihrem erkälteten Kind Erleichterung. Wenn der Schnupfen länger andauert, Fieber hinzukommt und das Kind unruhig wird und sich öfter an die Ohren greift, könnte ein Katarrh oder eine Mittelohrentzündung vorliegen. Nehmen Sie in diesem Fall mit dem Kinderarzt, der Kinderärztin Kontakt auf.

Im Winter wirken Luftbefeuchter vorbeugend oder verschaffen Linderung. Erkundigen Sie sich nach der Qualität der angebotenen Modelle. Befeuchter mit Hygrostat sind vorzuziehen. Luftbefeuchter, bei denen heisser Wasserdampf ausströmt, bedeuten eine grosse Gefahr für Kinder und sind deshalb nicht zu empfehlen. Sie können auch die Wäsche oder nasse Tücher in der Nähe des Schlafplatzes aufhängen oder einen Wasserverdunster am Heizkörper befestigen.

Ein Spitalaufenthalt steht an

Es kann vorkommen, dass Ihr Kind aus irgendeinem Grund ins Spital muss – ein einschneidendes Erlebnis sowohl für die Eltern als auch für das Kind, besonders wenn es noch nie von seiner gewohnten Umgebung und seinen Eltern getrennt war. Wenn der Spitalaufenthalt unaufschiebbar ist (zwei Drittel aller Spitaleinweisungen sind Notfälle), versuchen Sie, den kleinen Patienten oder die Patientin so gut wie möglich zu begleiten.







Illustration Eltern sorgen sich um krankes Kind.

Kranke Kinder brauchen die Anwesenheit der Eltern oder anderer Bezugspersonen, durch die sie Schutz und Geborgenheit in einer ungewohnten Umgebung mit fremden Menschen erfahren. Benutzen Sie daher die Möglichkeit, beim Kind zu bleiben, im Spital zu übernachten und sogar einen Teil der Pflege zu übernehmen. Rat und Hilfe zum Thema Spital erhalten Sie beim Arzt, bei der Ärztin, beim Pflegepersonal, bei der Mütter- und Väterberatung und auch beim Schweizerischen Verband Kind und Spital. Hier finden Sie Kontaktadressen für alle Kantone.

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