Häufig bemerken die Eltern das weisse «Spitzchen» erst, wenn der Zahn schon da ist. Das Kind hingegen spürt die Veränderung und drückt alle möglichen Spielzeugteile gegen den Kiefer oder steckt die Finger besonders oft in den Mund. Der Speichel fliesst unter Umständen stärker. Es ist möglich, dass das Kind jetzt auch schlechter schläft, unruhig und weinerlich ist.
Geschwollenes, gerötetes oder auch blutunterlaufenes Zahnfleisch kann auf einen Zahndurchbruch hinweisen. Dieser kann verschiedene Reaktionen, manchmal auch erhöhte Temperatur, hervorrufen. Fieber kann in der Zeit des «Zahnens» vorkommen, aber auch ein Hinweis auf eine Infektion sein. Deshalb muss sorgfältig nach der Ursache gesucht werden.
Zahnreinigung und Kariesprophylaxe
Die Pflege der Milchzähne ist sehr wichtig, damit diese gesund bleiben und Ihr Kind ohne Probleme Nahrung zerbeissen und sprechen lernen kann. Beachten Sie dazu die folgenden Empfehlungen:
- Beginnen Sie beim Erscheinen des ersten Milchzahnes einmal täglich die Zähne zu putzen. Dazu brauchen Sie eine weiche Kinderzahnbürste mit einer erbsengrossen Portion Kinderzahnpasta (niedriger 0,05-prozentiger Fluoridgehalt). Ein sanfter Einstieg in die tägliche Mundhygiene kann erreicht werden, indem Sie Ihrem Kind zuerst die Möglichkeit geben, mit der Zahnbürste zu spielen. Wichtig ist, dass die Zähne mit der Zahnpasta in Kontakt kommen. Erzwingen Sie nichts. Versuchen Sie das Zähneputzen zu einem täglichen Ritual zu machen. Denken Sie auch daran, dass Kinder über Nachahmen lernen.
- Der häufige Genuss von zuckerhaltigen Speisen und Getränken ist die Hauptursache für Karies. Breimahlzeiten sollten daher nicht mit Zucker oder Honig versetzt werden. Bei höheren Temperaturen oder als Ergänzung zu Breimahlzeiten ist abgekochtes Leitungswasser der beste Durstlöscher. Zuckerhaltige Getränke (auch leicht gezuckerter Tee oder Sirup) sind äusserst schädlich für die Zähne Ihres Kindes.
- Um Karies vorzubeugen, ist es allgemein wichtig, den Kontakt von zuckerhaltigen Speisen und Getränken mit den Zähnen möglichst kurz zu halten.
- Wenn Sie Ihr Kind nachts noch stillen, stellt dies kein Problem für die Zahngesundheit dar. Der Milchzucker aus der Muttermilch ist nicht kariesfördernd.
- «Nuggis» dürfen nie in Honig, Zucker oder Sirup eingetaucht werden. «Nuggis», Löffel und Sauger sollten nicht von Erwachsenen abgeschleckt werden, damit die Übertragung von Karies verursachenden Bakterien nicht unnötig gefördert wird.