Und übrigens … Zahnunfälle und Sonnenschutz
Ein Jahr und zehn Monate
Wird bei einem Unfall ein Zahn beschädigt, sollte ein Zahnarzt aufgesucht werden. Und: Ein guter Sonnenschutz ist wichtig, besonders in den Bergen oder am Meer.
Unfälle mit Folgen
Der Bewegungsdrang kleiner Kinder kennt keine Grenzen. Klettern, rennen, herumtoben, hinunterspringen oder mit einem kleinen Fahrzeug herumfahren gehören zu den beliebtesten Spielaktivitäten. Nicht immer zur Freude der Eltern, die über manche gewagte Unternehmung besorgt sind. Die kleinen Bewegungskünstlerinnen und -künstler sind meist sehr geschickt. Trotzdem kann mal ein Unfall passieren, bei dem die Zähne in Mitleidenschaft gezogen werden. Solche Missgeschicke sind ernst zu nehmen, denn Milchzahnunfälle können auch Schäden an den noch nicht durchgebrochenen bleibenden Zähnen verursachen.
Wenn bei Ihrem Kind ein Stück vom Zahn abgebrochen ist, sollten Sie unverzüglich den Zahnarzt aufsuchen. Ebenfalls dringend ist eine Behandlung, wenn ein Zahn verschoben wurde. Er sollte möglichst schnell wieder an den richtigen Platz gerückt werden. Auch bei herausgeschlagenen oder gelockerten Zähnen ist eine Konsultation angezeigt, aber nicht so dringend. Es genügt, wenn Sie mit Ihrem Kind innerhalb der nächsten Tage den Zahnarzt aufsuchen. Zahnunfälle sollten der Versicherung gemeldet werden wegen allfälliger Schädigung der bleibenden Zähne. Wir haben schon früher ausführlich über das Verhalten bei Unfällen informiert.
Sonne kann gefährlich sein
Kinder lieben es, draussen zu spielen. Für eine gesunde Entwicklung ist der Aufenthalt im Freien unerlässlich. Schönes, sonniges Wetter hat aber auch Schattenseiten: Zu viel Sonne beschädigt die Hautzellen. Weil mehr schädliche UV-Strahlen durch die dünnere Ozonschicht auf die Erde dringen, sind heutige Kinder einem wesentlich höheren Hautkrebsrisiko ausgesetzt als die Generation ihrer Eltern. Dem Sonnenschutz ist deshalb vom frühen Kindesalter an unbedingt grösste Beachtung zu schenken. Die Haut hat ein gutes Gedächtnis, sie erinnert sich ein Leben lang an erlittene Sonnenschäden.
Kinderhaut und Kinderaugen reagieren viel empfindlicher auf Sonnenbestrahlung als die Sinnesorgane der Erwachsenen. Lassen Sie Ihr Kind nie ohne Kopfbedeckung spielen, wenn die Sonne scheint. Beachten Sie bei der Wahl des Sonnenhutes, dass er nicht nur das Gesicht, sondern auch Ohren und Nacken bedeckt. Weite, lange T-Shirts und Hosen bieten ebenfalls Schutz. Kaufen Sie eine spezielle Sonnenschutzcreme für Kinder auf Mikropigment-Basis oder eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor. Lassen Sie sich in der Apotheke oder Drogerie beraten, welches Produkt für Ihr Kind am besten geeignet ist.
Denken Sie jeweils rechtzeitig ans Eincremen, das heisst, eine halbe Stunde bevor das Kind der Sonne ausgesetzt ist. Vergessen Sie nicht, besonders gefährdete Stellen wie Nase, Ohren und Fussrücken einzucremen. Auch bei wasserfesten Produkten ist der Sonnenschutz nach dem Baden zu erneuern. Selbst die beste Sonnencreme bietet keinen dauernden Schutz. Begrenzen Sie deshalb den Aufenthalt an der Sonne. Über Mittag, wenn die Sonnenbestrahlung am intensivsten ist, sollten Sie sich mit Ihrem Kind im Schatten aufhalten. Informieren Sie die Tagesmutter, die Kindertagesstätte oder den Babysitter über Ihre Vorstellungen und Wünsche bezüglich Sonnenschutz.
Denken Sie daran, dass die Sonne am Meer oder in den Bergen besonders intensiv ist. Helle Flächen wie Schnee, Eis, Sand, Beton, Wasser reflektieren die UV-Strahlen und verstärken so die Sonnenwirkung. Schenken Sie dem Sonnenschutz unter solch extremen Bedingungen ganz besondere Beachtung und schützen Sie empfindliche Kinderaugen mit einer gut sitzenden Sonnenbrille.