1. Monat
Das Elternsein bringt viele Fragen mit sich. Hilfreich ist, wenn Eltern wissen, welche Beratungsangebote es gibt und wie und wo sie sich informieren können.
Die Rubrik «Und übrigens …» werden Sie nicht nur in diesem, sondern auch in allen folgenden Elternbriefen finden. Wir greifen darin kurz verschiedene Themen auf, die uns wichtig erscheinen.
Hebammen betreuen Eltern auch nach der Geburt während dem Wochenbett, der Stillzeit und bis zum Ende des ersten Lebensjahres des Kindes. Sie kommen bei Bedarf zu Ihnen nach Hause. In belastenden Situationen wie schwierigen Schwangerschafts- oder Geburtserfahrungen ist die Hebamme als Fachperson eine wichtige Stütze.
Ein Grossteil der Unterstützung durch Hebammen ist für Sie kostenlos und wird über die Krankenkasse abgerechnet. Fragen Sie Ihre Hebamme, wie das geregelt ist. Beim Schweizerischen Hebammenverband finden Sie Angebote zum Wochenbett, zur Stillberatung oder zu Rückbildungskursen.
Die Mütter- und Väterberaterin ist Spezialistin im Bereich der Entwicklung, Pflege, Ernährung und Erziehung von Babys und Kleinkindern. Ihre fachliche Grundlage ist die Ausbildung als Kinderkrankenschwester sowie ein zweijähriges Nachdiplomstudium. Eltern erhalten Antworten auf Fragen zum Schlafen, Stillen, zur neuen Situation als Eltern und so weiter oder können sich über weiterführende Angebote und Fachstellen informieren.
Die meisten Mütter- und Väterberatungsstellen können ohne Voranmeldung aufgesucht werden. Daneben werden Telefonsprechstunden und Hausbesuche angeboten. Die Beratung ist in der Regel kostenlos und unterliegt der Schweigepflicht. Mütter und Väter können diese Beratung in Anspruch nehmen. Im offiziellen Sprachgebrauch gilt der vereinfachte Begriff Mütterberaterin, den wir unter anderem auch in den Elternbriefen verwenden.
Für regelmässige Vorsorgeuntersuchungen des Kindes, für Krankheitsfälle und für alle damit verbundenen Fragen ist die Kinderärztin, der Kinderarzt zuständig. Falls es an Ihrem Wohnort keine kinderärztliche Betreuung gibt, können Sie sich auch an einen Arzt, eine Ärztin mit einer Allgemeinpraxis wenden. In diesem Fall wäre es jedoch wichtig, dass er oder sie Erfahrung mit Kindern hat. In den Elternbriefen verwenden wir die Bezeichnung «Kinderarzt» oder «Kinderärztin», allgemein praktizierende Ärzte und Ärztinnen sind jedoch ebenfalls gemeint.
Die erste ärztliche Kontrolle sollte spätestens nach einem Monat stattfinden. Bei dieser ersten Vorsorgeuntersuchung erhält Ihr Kind die letzte Dosis Vitamin K, mit dem gefährliche innere Blutungen (zum Beispiel Gehirn- oder Magen-Darm-Blutungen) verhindert werden können.
Die nächsten Vorsorgeuntersuchungen finden mit zwei, vier, sechs, neun und zwölf Monaten statt, danach werden die Abstände grösser. Nehmen Sie diese Kontrolltermine wenn immer möglich wahr. Sie helfen, Auffälligkeiten frühzeitig zu entdecken. Auch können Sie mit der Kinderärztin, dem Kinderarzt über allfällige Probleme sprechen oder Fragen klären.
Auch das Thema Impfen wird bald aktuell sein. Informieren Sie sich frühzeitig über heute empfohlene Impfungen, deren Sinn und Wirkung. Suchen Sie das Gespräch mit dem Kinderarzt, der Kinderärztin, wenn Sie Fragen dazu haben oder unsicher sind. Umfassende Information hilft, sich eine eigene Meinung zu bilden.
Im Podcast «Familienbande» werden Fragen aufgegriffen, die sich im Alltag von Eltern mit kleinen Kindern stellen. Was tun, wenn ein Baby weint, ohne dass eine Ursache ersichtlich ist? Wo soll es schlafen? Wie finde ich die richtige Krippe für mein Kind? Wie viel Reiz erträgt ein Kleinkind?
Noa, die Mutter von drei kleinen Jungen, und ihr Vater, der Kinderarzt Dr. med. Sepp Holtz, unterhalten sich in vertrauter Atmosphäre über das, was die Familie beschäftigt. Die Gespräche sind in Schweizerdeutsch geführt. Sie können sich einzelne Folgen anhören oder den RSS-Feed abonnieren. Den Podcast «Familienbande» finden Sie auch auf iTunes, Spotify und weiteren Podcast-Anbietern.
Ist Ihr Kind mit einer Beeinträchtigung zur Welt gekommen, kann es hilfreich sein, frühzeitig mit einer der Behinderung entsprechenden Elternorganisation Kontakt aufzunehmen. Dort finden Sie spezifische Informationen, Beratung, Unterstützung und Austauschmöglichkeiten mit Eltern in einer ähnlichen Situation.
Eine Übersicht über die verschiedenen Elternorganisationen hilft Ihnen, eine passsende Anlaufstelle zu finden. Oder knüpfen Sie Kontakte mit anderen Müttern und Vätern von Kindern mit kognitiven Beeinträchtigungen und tauschen Sie sich aus.
Bei jeder Zigarette, die in der Umgebung des Kindes geraucht wird, raucht dieses mit. Über 75 Prozent des Zigarettenrauches vermischen sich mit der Umgebungsluft. Das Einatmen rauchgesättigter Luft nennt man Passivrauchen. Kleinkinder leiden darunter noch mehr als Erwachsene.
Wenn es für Sie nicht möglich ist, auf das Rauchen zu verzichten, sind folgende Massnahmen zu beachten: