Un bebè viene accudito e curato.

Das Baby hegen und pflegen

1. Monat

In den nächsten Wochen werden Sie herausfinden, wie Sie Ihr Baby wickeln, baden und das Einschlafen gestalten möchten. Diese intensive Nähe ist auch eine Gelegenheit, Ihrem Kind Traditionen und Erinnerungen aus der eigenen Kindheit weiterzugeben.

Säuglingspflege ist ein Vorgang, der ausprobiert und geübt sein will. Entdecken Sie als Eltern wenn möglich gemeinsam, wie Sie Ihr Kind am besten wickeln und baden, wie Sie es ins Bett bringen und wie Sie das Einschlafritual gestalten, und das abgestimmt auf Ihre ganz persönlichen Gewohnheiten und Ihren kulturellen Hintergrund.

Verantwortung abgeben

Wichtig ist, dass Sie miteinander über Ihre Wünsche und Vorstellungen reden, denn mit Sicherheit machen Sie beide nicht alles genau gleich. Vermeiden Sie es, sich gegenseitig zu kritisieren. Auch anders kann richtig sein.

Wenn Sie als Mutter in den ersten Tagen und Wochen nach der Geburt den grösseren Teil der Betreuungsarbeit übernehmen, vertrauen Sie dennoch darauf, dass Ihr Partner es genauso gut machen kann wie Sie.

Stehen Sie nicht daneben, wenn er das Baby wickelt, badet oder anzieht, sondern nutzen Sie die Zeit, in der Sie die Verantwortung für das Kind abgeben können, und tun Sie etwas, das Ihnen Freude macht. Das gegenseitige Vertrauen fördert Ihre Sicherheit im Umgang mit dem Baby und stärkt Sie als Elternpaar.

Baby baden

Wann Sie Ihr Baby baden, hängt von Ihrem eigenen Tagesablauf, aber auch von seinem Rhythmus ab: Hungrige oder schläfrige Kinder baden nicht gerne. In der Regel planschen die meisten Säuglinge jedoch gerne im Wasser und geniessen den schwerelosen Zustand, der sie möglicherweise an die Zeit im Mutterleib erinnert.

Aus hygienischer Sicht genügt es, Kinder einmal wöchentlich zu baden; wenn es Spass macht, darf es auch mehrmals pro Woche sein. Tägliches Baden ist jedoch nicht zu empfehlen, da es dem Schutzmantel der kindlichen Haut nicht guttut. Grundsätzlich ist die Babyhaut eine vollkommene Hülle. Auf Badezusätze und weitere Pflegeprodukte (Öle, Cremen) kann deshalb verzichtet werden. Diese sind nur angebracht, wenn das Baby sehr trockene Haut hat. Lassen Sie sich in diesem Fall von der Mütter- und Väterberatung oder vom Kinderarzt, von der Kinderärztin beraten.

Baden und planschen

Die Wassertemperatur sollte zwischen 36 und 37°C betragen und lässt sich am besten mit dem Thermometer und dem Ellbogen überprüfen. Denken Sie daran, dass die Temperatur während des Badens abkühlt. Babys frieren schnell, daher sollten sie nach dem Bad auch rasch wieder abgetrocknet und eingepackt werden. Legen Sie deshalb vor dem Baden alles bereit, was Sie danach brauchen: Badetuch, Windeln, frische Kleider und so weiter, und baden Sie Ihr Kind nur kurz.

Vielen Vätern macht es Spass, sich zusammen mit ihrem Kind in der Badewanne zu tummeln. Mütter müssen damit wegen der Infektionsgefahr bis zum Ende des Wochenflusses warten. Wie auch immer Sie das Baden gestalten, Sie werden feststellen, dass es oft mehr Zeit in Anspruch nimmt, als Sie sich dafür vorgenommen haben, denn es ist eine grossartige Gelegenheit, einander näherzukommen und sich zu entspannen.

Pflege von Zwillingen und Mehrlingen

Für Zwillingseltern ist es in der Anfangszeit besonders wichtig, dass vermehrt beide Elternteile zu Hause sind oder eine weitere Person unterstützt. Eine gute Absprache hilft dort, wo es möglich ist, Struktur und Routine in den Alltag zu bringen. Den Kindern vermittelt dies Sicherheit, Beständigkeit und Ruhe und entlastet die Eltern in der Planung.

Zwei Babys baden

Zwei Neugeborene können von einer Person nicht gleichzeitig gebadet werden. Das geht erst später, wenn die Kinder sitzen können. Möchten Sie die Kinder am gleichen Tag baden, können Sie in der Regel für beide Babys dasselbe Badewasser benutzen. Wenn Sie zu zweit sind, können Sie sich ungestört und sorglos je auf ein Kind konzentrieren. Sind Sie alleine, empfiehlt es sich, die Kinder an unterschiedlichen Tagen zu baden. So vermeiden Sie für sich unnötigen Stress.

Wickeln von Zwillingen und Mehrlingen

Achten Sie darauf, dass es neben dem Wickelplatz einen Ort für jedes Kind gibt, wo Sie es sicher ablegen können und es Sie gleichzeitig sieht und hört. Nun können Sie sich unbesorgt auf das Kind einlassen, das Sie wickeln und pflegen. Schön ist, wenn Sie mit jedem Kind intensive und innige Momente erleben. Achten Sie von Anfang an darauf, dass Sie jedes Kind als eigenständige Persönlichkeit behandeln.

Baby wickeln: spielen und zärtlich sein

Wickeln ist ein wichtiger Teil der Säuglingspflege, nicht umsonst spricht man von Wickelkindern. Wickeln ist viel mehr als nur ein hygienischer Vorgang. Es ist gleichzeitig eine Gelegenheit, mit dem Baby zu spielen, es zu streicheln, mit ihm zu plaudern, seinen Körper wahrzunehmen. Nehmen Sie sich dafür bewusst Zeit und denken Sie daran, mit wie viel Sinnlichkeit das Wickeln begleitet ist: Berühren heisst auch berührt werden – in körperlicher und emotionaler Hinsicht.

Nicht alle Kinder haben das Wickeln gleich gern. Manche weinen dabei, vor allem in der ersten Zeit. Erwachsene neigen dazu, ihre eigenen Vorstellungen von Sauberkeit auf Kinder zu übertragen. Nasse Windeln stören ein kleines Kind jedoch nur, wenn es zugleich kalt hat oder seine Haut wund ist. Überstürzen Sie daher nichts, wenn Sie merken, dass die Windel feucht wird. Unterbrechen Sie deswegen nicht den Schlaf Ihres Babys, den Spaziergang oder die Stillzeit. Legen Sie lieber eine zusätzliche Decke um das Kind.







Illustration Mann wickelt sein Baby und spricht mit seiner Frau.

Wickelrhythmus

Ob Sie Ihr Baby sofort, wenn es ein grosses «Geschäft» erledigt hat, wickeln sollten oder – vor allem in der Nacht – damit warten können bis zur nächsten Mahlzeit, hängt von der Empfindlichkeit der Gesässhaut ab. Für die Reinigung genügt Wasser. Die Verwendung von Reinigungstüchlein empfiehlt sich nur in Ausnahmefällen (zum Beispiel wenn man unterwegs ist) und nicht für den ständigen Gebrauch.

Gestillte, gesunde Kinder entleeren ihren Darm unterschiedlich oft; an einem Tag möglicherweise bis zu zehn Mal, dann wieder bloss ein oder zwei Mal in zehn Tagen. Schoppenkinder tun dies in der Regel einmal am Tag. Wenn ein Schoppenkind Anzeichen von Verstopfung zeigt (während drei bis fünf Tagen nur nasse Windeln) oder wenn Ihr Baby sonst den Anschein erweckt, dass es sich nicht wohlfühlt, kann Ihnen Ihre Hebamme, die Mütter- und Väterberatung oder der Kinderarzt, die Kinderärztin weiterhelfen.

Tipps rund ums Wickeln

  • Säuglinge, die nach dem Trinken die Milch leicht wieder von sich geben, wickelt man besser vor der Mahlzeit.
  • Die Babyhaut wird weniger schnell wund, wenn Sie ihr viel Luftkontakt ermöglichen – den Po also einen Moment an der frischen Luft trocknen lassen.
  • Ohne Windeln strampelt Ihr Kleines viel lieber, aber es muss warm haben dabei.
  • Nicht zu oft waschen und keine Seife verwenden.
  • Legen Sie alles, was Sie zum Wickeln brauchen, bereit und lassen Sie Ihr Kind nie unbeaufsichtigt auf dem Wickeltisch liegen.

Nägel schneiden

In den ersten Lebenswochen sollten Sie die Finger- und Zehennägel des Kindes, solange sie noch weich sind, nicht schneiden, sondern nur eincremen oder ölen. Später dürfen nur die Spitzen gerade (nicht rund) geschnitten werden. Achten Sie darauf, dass keine scharfen Eckchen stehenbleiben. Verwenden Sie eine spezielle Babynagelschere. Am besten schneiden Sie die Nägel des Kindes, wenn es ruhig ist – nach einer Mahlzeit oder wenn es schläft. Eventuell kann Ihre Mütter- und Väterberatung Ihnen beim ersten Mal behilflich sein.

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